Über Leben in Demmin

Dokumentarfilm | D 2017 | 90 Min

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Sonntag, 25.11. um 12:00 Uhr in Kino 3

Im Frühjahr 1945 wird Demmin, die heutige Partnerstadt Lünens in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. Heute instrumentalisieren Rechtsradikale mit einem jährlichen »Trauermarsch« die Erinnerung an die furchtbare Tragödie, während hunderte von Polizisten versuchen, Gegendemonstranten von der Route fernzuhalten.

In seinem Film erkundet Regisseur Martin Farkas, wie tief die Ereignisse und das Schweigen darüber in der DDR in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt, wie er sie in diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen Film schildert, erscheint tief gespalten. So eröffnet der Film einen neuen Blick auf den schwierigen Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte.

Buch & Regie: Martin Farkas ∫ Kamera: Roman Schauerte ∫ Schnitt: Jörg Hauschild, Catrin Vogt ∫ Musik: Mathis Nitschke ∫ Produzentin: Annekatrin Hendel ∫ Produktion: IT WORKS! Medien / RBB / NDR / BR ∫ Verleih: Edition Salzgeber

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