Konzerne als Retter?

Dokumentarfilm | D 2017 | 86 Min

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Sonntag, 26.11. um 11:00 Uhr in Kino 1

Bis zum Jahr 2030 sollen laut Vereinten Nationen Armut und Hunger weltweit beendet werden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Die öffentlichen Gelder seien knapp, zusätzliche Investitionen aus der Wirtschaft nötig, um »Hebeleffekte« zu erzielen. Kritiker halten dagegen, dass das Einbeziehen von Konzernen in die Entwicklungshilfe eine Außenwirtschaftsförderung sei und nicht den Hungernden zugutekomme.

Der Film analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften und beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit in Kenia, Sambia und Tansania: vom Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivität kenianischer Kartoffelbauern zu steigern, bis hin zum Investmentfonds, der Entwicklungsgelder nutzt, um mit gigantischen Soja- und Maisplantagen Rendite für Anleger in Deutschland zu erzielen. Der aufwändig recherchierte Film macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist eine Zusammenarbeit möglich, von der die lokale Bevölkerung auch wirklich profitiert?

Regie: Caroline Nokel ∫ Buch: C. Nokel, Valentin Thurn ∫ Kamera: Dieter Stürmer ∫ Schnitt: Frédéric Sapart ∫ Produzent: V. Thurn ∫ Produktion: THURN FILM, Köln, T 0221-94202510, produktion@
thurnfilm.de / NDR / ARTE

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