Die Jurys des 28. Kinofestes Lünen

Jury HWG Drehbuchpreis und Berndt-Media-Preis

Hans W. Geißendörfer

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Der Regisseur und Produzent Hans W. Geißendörfer drehte bereits während seines Studiums erste 16-mm-Filme. Sein Film »Die gläserne Zelle« war 1979 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. 1982 gründete er die Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion GmbH, die seit 1985 in Zusammenarbeit mit dem WDR die Lindenstraße produziert. Seine Filme »Die Eltern« (1973), »Der Zauberberg« (1982) oder »In der Welt habt ihr Angst« (2010) gehören zu den Schätzen des deutschen Films. Er ist Mitbegründer des Video-on-Demand-Portals alleskino.de, das alle deutschen Kinoproduktionen online stellen will.

Almut Getto

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Almut Getto arbeitete zunächst als Journalistin für Print und Fernsehen und studierte dann Film an der KHM Köln. Ihr Abschlussfilm »Spots & Stripes« gewann Preise im In- und Ausland. Ihr erster Langspielfilm »Fickende Fische« gewann unter anderem den Preis für die Beste Regie auf dem Max Ophüls Festival, lief auf der Berlinale und gewann eine Goldene Lola für das Beste Drehbuch. Es folgten weitere Filme, allesamt preisgekrönt (u.a. »Ganz nah bei Dir«), bei denen sie durch Buch oder Regie beteiligt war. Darüber hinaus ist Almut Getto als Dramaturgin für Drehbuch und Schnitt sowie als Dozentin für Drehbuch und Regie tätig.

Traute Hoess

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Traute Hoess studierte an der Otto Falckenberg-Schauspielschule, München. Mitbegründern des Theaterkollektivs »Rote Rübe«. Sie drehte mit R.W. Fassbinder »Lili Marleen«, »Berlin Alexanderplatz«. Theaterengagements in Basel, Wuppertal, Bremen, Bochum, Düsseldorf, Köln, Wien (NESTROY-Preis 2003), Frankfurt, seit 2012 Berliner Ensemble, reiste mit Inszenierungen von Bob Wilson um die halbe Welt. Daneben wirkte sie in Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mit, u.a. von Elfie Mikesch, Lars Montag, Andreas Kleinert, Ingo Rasper, Leander Haußmann, Andreas Rogenhagen, Andreas Dresen und Sepp Bierbichler.

Foto: Birgit Hupfeld

 

Jury Filmmusikpreis

Bernd Desinger

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Bernd Desinger wurde 1962 in Oberhausen geboren. Er studierte deutsche Sprache und Literatur, Geschichte, Psychologie und Film. Viele Jahre beim Goethe-Institut, lebte und arbeitete er unter anderem in Toronto, München und zuletzt in Los Angeles. Neben Ausstellungen und Filmreihen moderierte er dort eine Film-Talkshow und gründete das Filmfest »German Currents«. Seit 2009 leitet er das Filmmuseum Düsseldorf. Als Schriftsteller veröffentlichte Bernd Desinger mehrere Romane, Rocklyrik und Gedichte sowie eine Aphorismen-Sammlung. Daneben ist er auch Herausgeber verschiedener Sachbücher.

Martina Eisenreich

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Martina Eisenreich wurde früh als Jungstudentin der Komposition an der Musikhochschule München aufgenommen und widmete sich bald auch der Filmmusik. In ihrer weltweiten Tätigkeit als freischaffende Komponistin und Violinistin entstehen laufend neue Musiken für Film, Medien und den Konzertsaal sowie eigene Bühnenprogramme. Werke mit ihrer Musik erhielten Auszeichnungen wie den Honorary Foreign Film Award der Academy Of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, und mit dem Rolf-Hans Müller Preis die höchstdotierte deutsche Auszeichnung für Filmmusik.

Axel Ranisch

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Der 1983 geborene Axel Ranisch realisiert seit 2002 Filme in Akkordarbeit. Neben 80 Kurzfilmen entstanden u.a. auch seine preisgekrönten Filme »Dicke Mädchen«, »Ich fühl mich Disco« und »Alki, Alki«. Von 2004 bis 2011 studierte er an der Filmuniversität Babelsberg Regie. Axel Ranisch bleibt seinem Stil treu und macht Filme am liebsten auf Grundlage von Improvisation. 2011 gründete er mit zwei Kommilitonen und dem Schauspieler Heiko Pinkowski die Produktionsfirma »Sehr gute Filme«. Neben Kinofilmen dreht er auch fürs Fernsehen. Darüber hinaus inszeniert Axel Ranisch Opern und schreibt gerade seinen ersten Roman.

 

Jury PERLE

Elke T. H. Hahn

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Elke T. H. Hahn ist seit ca. 20 Jahren als Maskenbildnerin für Film- und Fernsehproduktionen tätig. Nach zahlreichen Serien zu Beginn arbeitet sie nun seit mehr als 10 Jahren hauptsächlich für Kinofilme im In- und Ausland. Ihr besonderes Interesse gilt dem jungen, experimentellen und mutigen Film. Mit ihrem Make-up macht sie das Gefühlsleben der Protagonisten, Verletzungen oder Alterungsprozesse sichtbar. Zu sehen ist ihre Arbeit unter anderem in »Alarm für Cobra 11«, dem Bodensee-Tatort »Côte d’Azur« und den Kinofilmen »Gleißendes Glück« (2015) und »Die Anfängerin« (2016).

Martin Kaufmann

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Das Interesse am Kino wurde Martin Kaufmann, Jahrgang 1951, sozusagen in die Wiege gelegt. Seit 1950 wurden im hauseigenen Gasthof regelmäßig Filme vorgeführt. 1957 eröffnete sein Vater in dem 1.500-Einwohner-Dorf Welschnofen, am Fuße von Rosengarten und Latemar, dann das Kino Latemar. 1978 nahm in Bozen der heutige Filmclub seine Tätigkeit auf. Martin Kaufmann ist dessen Mitbegründer. 1987 entstand das Festival „Bozner Filmtage“, dessen künstlerische Leitung er von Anfang an übernahm. Seit 2016 heißen die Bozner Filmtage „Bolzano Filmfestival Bozen“. Martin Kaufmann ist der Programmdirektor.

Waldemar Kobus

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Schülerjury

Die Bewerbungsfrist für die Schülerjury 2017 ist bereits abgelaufen.

Für das 28. Kinofest Lünen sucht das Kinofest 12 Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Unna, die Lust haben vom 23. bis 26. November Filme zu schauen, zu diskutieren und schließlich zu bewerten. Bereits zum 13. Mal werden die Schülerfilmpreise des Kreises Unna in Höhe von jeweils 2.500 Euro vergeben. Gestiftet sind die Preise vom Landrat des Kreises Unna, Michael Makiolla.

Für die 10+-Jury können sich Schüler aus dem Kreis Unna im Alter 10 bis 15 Jahren bewerben, für die 16+-Jury sind Jugendliche ab 16 Jahren aus dem Kreis Unna aufgerufen, sich zu bewerben.