Mike Wiedemann wurde in die Jury „Internationaler Dokumentarfilm“ des Fimfestivals Eriwan berufen und wird sich deswegen vom 12. – 19.7.2009 in der armenischen Hauptstadt aufhalten. Diese Einladung krönt die seit den neunziger Jahren bestehende enge Beziehung zum armenischen Filmschaffen. So konzipierte und organisierte Wiedemann in den Jahren 1997 – 2002 sechs deutsche Filmwochen in Armenien. - Festivalleiterin Susanne Harutyunyan möchte mit Wiedemann in Eriwan ausloten, ob es nicht eine weitergehende Kooperation mit dem Kinofest Lünen geben könnte. Ein allererstes informelles Treffen mit den Festivalleitungen von San Francisco, unserem langjährigen Partnerfestival, und Eriwan gab es bereits im Februar auf der diesjährigen Berlinale.
„Erwian kennt man ja üblicherweise aus den Witzfragen an das dortige Radio, aber jetzt wird es wohl ernst mit der schon länger angedachten Achse San Francisco-Eriwan - mit Lünen in der Mitte!“, meint Mike Wiedemann.
Bis spätestens 30.August 2009 nimmt das Kinofest Lünen Filmanmeldungen entgegen.
Das Jubiläumsfestival findet vom 19. – 22. November 2009 statt und veranstaltet Wettbewerbe für deutschsprachige Langfilme, Kurzfilme und Kinderfilme.
Insgesamt konkurrieren die Arbeiten um Preise im Wert von knapp 30.000 Euro. Der Hauptpreis des Festivals, die mit 10.000 Euro dotierte Lüdia, ist außerdem mit einer Auslandsvertriebsförderung, Untertitelung und der Präsentation beim Partnerfestival Berlin & Beyond in San Francisco im Januar 2009 verbunden.
Anmeldeformular und Reglement können hier heruntergeladen werden. Versandadresse für Sichtungskopien ist:
Das 20. „Jubiläums“-Kinofest findet vom 19. bis zum 22. November 2009 statt. Die Kinofestleitung sucht für den Zeitraum 01.09. bis 25.11.2009 einen Praktikant oder eine Praktikantin. Er/Sie sollte grundsätzlich an Film und Kino interessiert sein. Er/Sie ist befasst mit den Vorbereitungsarbeiten für das Kinofest. Erwünscht ist eigenverantwortliches Arbeiten und das Einbringen von eigenen Ideen. Teamfähigkeit sollte Voraussetzung sein.
"Wir bedanken uns beim Publikum des diesjährigen Kinofestes Lünen für die stimmungsvolle Premiere und die Wahl zum Gewinn der diesjährigen Lüdia!
Außerdem danken wir der Fachjury für den Berndt-Media-Preis zum besten Filmtitel!
Insbesondere haben wir uns sehr gefreut nach der Premiere und Preisverleihung mit vielen Kinobesuchern aus Lünen und Umgebung über unseren Film sprechen zu können - vielen Dank für das differenzierte Feedback!
Für weitere Rückmeldungen zum Film, Ankündigungen zur Kinoauswertung und Hintergrundinformationen wenden sie sich bitte an: info@cinemendo.de
Im Namen der gesamten Produktion,
der Regisseur und die Produzenten."
Mit der Preisverleihung und der Präsentation von „Nordwand“ als Abschlussgala ging am 16. November 2008 ein erfolgreiches 19. Kinofest Lünen zu Ende. Großer Gewinner im LÜDIA Wettbewerb ist die türkisch-deutsche Beziehungskomödie „Evet, ich will!“ des Regisseurs Sinan Akkus, der sowohl die mit 10.000 Euro LÜDIA als auch den Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel gewann und nun im Januar seinen Film in San Francisco beim Partnerfestival „Berlin & Beyond“ präsentieren wird. Mit seinem Film ernteten er und sein Team stehende Ovationen bei der Weltpremiere am Festivalsamstag.
Nach der glanzvollen Eröffnungsgala mit Wim Wenders und Campino, die in Lünen Wenders‘ Film „Palermo Shooting“ vorstellten, verzeichnete das 19. Kinofest weiter gute Besucherzahlen: Rund 8.200 Besucher fanden an den vier Festivaltagen den Weg ins Kino, eine Steigerung von gut 5 % im Vergleich zum Vorjahr mit 7.800 Besuchern. „Cannes war Kampf, die Belohnung heißt Lünen“, bilanzierte Campino und war nicht allein mit diesem Eindruck. Branchenbesucher wie Publikum lobten die entspannte und familiäre Atmosphäre in Lünen, in der viele Kontakte geknüpft werden konnten. Großes Lob kam auch von Oliver Korittke: „Es gibt doch nur zwei Festivals, die für den deutschen Film wichtig sind – Hof und Lünen“, fasste er seinen Eindruck zusammen.
Das Kinofest Lünen möchte allen Gästen, Besuchern, Förderern und Sponsoren danken, die auch in diesem Jahr zu der einzigartigen Atmosphäre beim Kinofest Lünen beigetragen haben, und lädt herzlich zu seiner Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr ein: Das 20. Kinofest Lünen findet vom 19. bis 22. November 2009 statt.
Evet, ich will!, Sinan Akkus, 2007
(Produktion: Luna-Film GmbH / RBB / ARTE / Backup Media / Cinemendo GmbH)
Die Lüdia ist eine Bronzestatue und dotiert mit 10.000 Euro plus Untertitelung des Gewinnerfilms, Förderung im Auslandsvertrieb und Präsentation auf dem Partnerfestival „14. Berlin and Beyond“ im Januar 2009 in San Francisco. Die Lüdia ist ein Publikumspreis.
Platz 2 belegte Winfried Oelsners Spielfilm „Vom Atmen unter Wasser“, Platz 3 Britta Wauers Dokumentation „Gerdas Schweigen“.
Der Preis für die beste Filmmusik geht an:
Karim Sebastian Elias für Gerdas Schweigen, Britta Wauer, 2008
(Produktion: Zeitsprung Entertainment GmbH, Köln / RBB)
Der Preis für die beste Filmmusik ist dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von der Kanzlei Skok, und wird zum zweiten Mal vergeben.
Die Jury:
Jörg Gerle, Journalist
Peter Timm, Regisseur
Begründung:
Britta Wauers Film „Gerdas Schweigen“ hat drei Hauptpersonen: Gerda, die seit 60 Jahren ihr tragisches Geheimnis für sich behalten will. Ihr Neffe Knut Elstermann, der erfahren will, was Gerda damals in Auschwitz widerfahren ist; und die Musik von Karim Sebastian Elias.
Der Film über die retrospektive Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse einer jungen Frau, die im Vernichtungslager Auschwitz ihr neugeborenes Kind verhungern lassen musste, ist nicht nur eine Chronologie der Ereignisse. Es ist auch die analytische und hoch emotionale Betrachtung der Recherchearbeit des Journalisten Knut Elstermann. So wird aus der tragischen Geschichte des Schweigens eine wichtige Metadokumentation über die Notwendigkeit, aber auch über die Gefahren journalistisch begleiteter Trauerarbeit.
Die Musik von Karim Sebastian Elias sprengt hier das enge Korsett deskriptiver Dokumentarfilmmusik und avanciert zum dramaturgisch eigenständigen Stilmittel.
Durch dieses Konzept emanzipiert sich „Gerdas Schweigen“ vom rein Dokumentarischen zum ebenso bewegenden, wie erstaunenden und erkenntnisreichen Spielfilm-Drama. Die eigenständige, aber zu keiner Zeit erdrückende Musik trägt maßgeblich zum Gelingen dieses Konzeptes bei und gibt dem Zuschauer den Raum und die Zeit, das Geschehene zu verarbeiten. Eine großartige kompositorische Leistung!
Herzlichen Glückwunsch: Karim Sebastian Elias.
Die Rakete für den besten Kinderfilm geht an:
Die rote Zora, Peter Kahane, 2006-8
(Produktion: Studio Hamburg Traumfabrik GmbH / Studio Hamburg Marketing und Distribution / Arri Film & TV Services GmbH / Sonet Film AB / NDR)
Die Rakete ist eine gläserne Skulptur und dotiert mit 3.000 Euro, gestiftet von Lüner Familien. Die Rakete ist ein Publikumspreis.
Der Kurzfilmpreis „Erste Hilfe“ für einen Kurzfilm unter 20 Minuten geht an:
Antje und wir, Felix Stienz, 2007, 12 min
(Produktion: strangEnough Pictures, Berlin)
Der Kurzfilmpreis „Erste Hilfe“ wird verliehen an einen Kurzfilm mit einer Länge von unter 20 Minuten und ist dotiert mit 1.600 Euro, gestiftet von Lüner Apotheken, plus Untertitelung des Gewinnerfilms, gesponsert von Holland Subtitling und German Films, und Präsentation auf dem Partnerfestival „14. Berlin and Beyond“ im Januar 2009 in San Francisco. Der Kurzfilmpreis „Erste Hilfe“ ist ein Publikumspreis.
Der Kurzfilmpreis „Erster Gang“ für einen Kurzfilm über 20 Minuten geht an:
Sonbol, Niko Apel, 2007/08, 54 min
(Produktion:)
Der Kurzfilmpreis „Erster Gang“ wird verliehen an einen Kurzfilm mit einer Länge von über 20 Minuten und ist dotiert mit 1.600 Euro, gestiftet von Lüner Gastronomen. Der Kurzfilmpreis „Erster Gang“ ist ein Publikumspreis.
Der Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel geht an:
Evet, ich will!, Sinan Akkus, 2007
(Produktion: Luna-Film GmbH / RBB / ARTE / Backup Media / Cinemendo GmbH)
Der Berndt-Media-Preis ist dotiert mit Marketingleistungen im Wert von 5.000 Euro, gestiftet vom Bochumer Berndt-Media-Verlag.
Die Jury:
Oliver Baumgarten (SCHNITT, Köln)
Stephan Limbach (FSL Filmproduktion, Frankfurt/M.)
Joachim Ortmanns (Lichtblick Film- und Fernsehproduktion, Köln)
Begründung:
Zehn Filme haben wir gesichtet, und es waren einige dabei, die diesen Preis für den besten Titel verdient hätten. Für uns als Jury aber besteht ein entscheidendes Kriterium darin, mit diesem Preis eine angestrebte Kinoauswertung zu unterstützen, wodurch der eine oder andere Film deshalb ausschied, weil er (leider, muss man zum Teil sagen) über keinen Kinoverleih verfügt.
Entschieden haben wir uns letztendlich für einen Film, dessen Titel ein Versprechen birgt. Es ist das Versprechen auf die Verständigung zweier Kulturen. Es ist ein Titel, der deutlich auf das verweist, das der Film am Ende auch einhalten kann: ein humorvolles, ein positives integratives Moment über Grenzen hinweg, eine Hochzeit, eine Verschmelzung zweier Kulturen, die im Titel bereits semantisch vollzogen wird: "Evet, ich will!"
Der Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+ geht an:
Nacht vor Augen, Brigitte Maria Bertele, 2007/08
Der Schüler-Filmpreis 16+ ist dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von Landrat Michael Makiolla, und wird von einer Jury aus Schülern aus dem Kreis Unna im Alter von 16 Jahren und aufwärts an einen Film aus dem Wettbewerb um die Lüdia verliehen.
Die Jury: Felix Fischer, Lucas Franken, Astrid Klapetz, Kathrin Mohn, Malte Nitz, Sina Witt
Mentor der Jury: Fabian Busch.
Der Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+ geht an
Der Brief für den König, Pieter Verhoeff, D/NL, 2008
(Produktion: Heimatfilm GmbH & Co. KG / Eyeworks Egmond BV / Armada Productions BV / KRO / Studio.TV film / ZDF)
Der Schüler-Filmpreis 10+ ist dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von Landrat Michael Makiolla, und wird von einer Jury aus Schülern aus dem Kreis Unna im Alter zwischen 10 und 15 Jahren an einen Film aus dem Wettbewerb um die Rakete verliehen.
Die Jury: Katharina Fischer, Lennart Gunnemann, Vivien Liedtke, Jost Milas, Frederik Resch, Maja Teichmann
Mentorin der Jury: Julia Schmidt.
Der Preis „Haste Töne“ für den besten Musikfilm geht an:
Der Preis für den besten Musikfilm ist ein Publikumspreis, der in Zusammenarbeit mit den Ruhr Nachrichten verliehen wird. Er wurde aus den vom Publikum für je 1 Euro erworbenen Stimmkarten ermittelt. Das Preisgeld besteht aus dem gesammelten Erlös der verkauften Stimmkarten. Der Preis wird einmalig verliehen.
Das 20. Kinofest Lünen findet vom 19. bis 22. November 2009 statt.
Vor über 900 Gästen stellte Wim Wenders gestern gemeinsam mit seinen Hauptdarstellern Campino und Giovanna Mezzogiorno zur Eröffnung des 19. Kinofestes seinen neuen Film „Palermo Shooting“ vor. „Cannes war Kampf – die Belohnung heißt Lünen“, bilanzierte Campino nach der Vorführung vor dem begeistert klatschenden Publikum.
Zur Einführung erinnerte Wim Wenders an eine frühere Zusammenarbeit mit Festivalleiter Michael Wiedemanns und lobte dessen Schauspielkünste: Wiedemann, Produktionsleiter bei Wenders‘ Film „Im Lauf der Zeit“, hatte in dem Film auch eine kleine Rolle und sei „sensationell“ gewesen. Wenders, Campino und Giovanna Mezzogiorno waren direkt aus Düsseldorf zum zweiten Teil der einmaligen „Doppelpremiere“, die selbst Michael Schmid-Ospach, Leiter der Filmstiftung NRW, „noch nicht erlebt hatte“, nach Lünen gekommen. Umlagert von Fans und Fotografen hatten sie den Weg in die Cineworld gefunden, gemeinsam mit dem Produzenten des Films, Gian-Piero Ringel, und dem Vertreter des Verleihs Senator Film, Anatol Nitschke.
„Lünen bekommt den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde – als das Festival mit den meisten Eröffnungsreden“, so ein entspannter Wenders weiter bei der Filmvorstellung. Neben Wiedemann, Wenders und Schmid-Ospach sprachen der Vertreter des Veranstalters Pro Lünen e.V., Hubert Tenberge, der die Gelegenheit nutzte, bei den anwesenden Landespolitikern – Hans-Heinrich Große-Brockhoff, Oliver Keymis u.a. – für Lünen nicht nur als Filmstadt die Werbetrommel zu rühren. Große-Brockhoff begrüßte ebenfalls das Publikum, Dr. Anke Höwing, Leiterin des Kinofest-Komitees, dankte Sponsoren und Publikum für ihre Beiträge zum Kinofest. Die kürzeste Rede kam von Hans Wilhelm Stodollick, Bürgermeister der Stadt Lünen, der sich nach kurzem Rundblick hochzufrieden mit dem Zulauf und der Begeisterung für das 19. Kinofest äußerte.
Die Stadt Lünen kann sich außerdem auf einen weiteren „Eindruck“ freuen: Trotz der späten Runde war Wim Wenders am nächsten Morgen schon um 9 Uhr bereit, seine Unterschrift für einen vierten „Eindruck“ zu leisten. Die „Eindrücke“ sind eine Reihe von Bronzeplatten mit den Signaturen herausragender Filmschaffender, von denen die ersten drei – Rolf Zacher, Günter Lamprecht und Rolf Lassgård – inzwischen nahe der Cineworld in den Boden eingelassen sind.
Das Kinofest Lünen freut sich auf zahlreiche Gäste aus der deutschen Filmbranche. Hannelore Hoger, Charly Hübner, Campino und Giovanna Mezzogiorno, Heinrich Schafmeister, Adrian Topol und Johannes Allmayer, Oliver Korittke und Karoline Schuch gehören zu den Schauspielern, die ihr Kommen angekündigt haben. Zahlreiche Regisseure, von Wim Wenders über André Erkau bis zu Ulrike Grote werden ebenfalls in Lünen sein, und natürlich Produzenten, Komponisten und viele andere.
ERÖFFNUNGSGALA „PALERMO SHOOTING“, 13.11.2008, 19.30 Uhr
Wim Wenders (Regie), Gian Piero Ringel (Produzent), Anatol Nitschke (Verleih), Campino und Giovanna Mezzogiorno (Schauspieler)
Interviewtermine nur auf Anfrage an: presse@kinofest-luenen.de
ABSCHLUSSGALA „NORDWAND“, 16.11.2008, 17 Uhr
Gerd Huber (Koproduzent) und Simon Schwarz (Schauspieler)
WETTBEWERB LÜDIA
Auf Nummer sicher?, 15.11.2008, 15.30 Uhr
David Dietl (Regie), Jonas Dornbach (Produzent) und David Schoch (Musik)
Weltpremiere: Evet, ich will!, 15.11.2008, 17.15 Uhr
Sinan Akkus (Regie), Oliver Korittke, Tim Seyfi, Ingeborg Westphal, Heinrich Schafmeister, Lilay Huser, Mürtüz Yolcu und Vedat Erincin (Schauspieler)
Gerdas Schweigen, 14.11.2008, 9.30 Uhr und 17.30 Uhr
Britta Wauer (Regie), Volker Hahn (Produzent), Kaspar Köpke (Kamera) und Karim Sebastian Elias (Musik)
Die Glücklichen, 15.11.2008, 21 Uhr
Jan Georg Schütte (Regie), Oliver Sauer (Schauspieler), Ulf Albert (Schnitt)
Nacht vor Augen, 15.11.2008, 19.15 Uhr
Brigitte Maria Bertele (Regie), Stefanie Groß (Redaktion) und Wolfram Koch (Schauspieler)
Thieme – King of Pain, 15.11.2008, 17.15 Uhr
Nikolai Eberth (Regie)
Vom Atmen unter Wasser, 14.11.2008, 17 Uhr
Winfried Oelsner (Regie) und Adrian Topol (Schauspieler)
Was wenn der Tod uns scheidet?, 14.11.2008, 19.15 Uhr
Ulrike Grote (Regie), Ilona Schultz (Produzentin) und Annedore Kleist (Schauspielerin)
Weltstadt, 14.11.2008, 21 Uhr
Christian Klandt (Regie), Karoline Schuch und Hendrik Arnst (Schauspieler)
WETTBEWERB RAKETE
NRW-Premiere: Der Brief für den König, 15.11.2008, 15 Uhr
Pieter Verhoeff (Regie), Bettina Brokemper (Produzentin), Werner Fuchs (Verleih) und Yannick van de Velde (Schauspieler)
Das Morphus-Geheimnis, 14.11.2008, 15 Uhr
Karola Hattop (Regie) und Oliver Korittke (Schauspieler)
EXTRA EINE WELT
Eisenfresser, 14.11.2008, 16.30 Uhr
Muhamed Abdusatter (Ton)
Was übrig bleibt (Vorfilm)
Andreas Gräfenstein und Fabian Daub (Regie)
EXTRA MUSIK
Asphaltnacht, 14.11.2008, 20 Uhr
Peter Fratzscher (Regie) und Michael Wiedemann (Produzent)
Love, Peace & Beatbox, 13.11.2008, 9.30 Uhr und 16.11.2008, 12 Uhr
Volker Meyer-Dabisch (Regie), Mando, Chlorophil und Wetlipz (Beatboxer)
EXTRA LÜNEN-PREMIEREN
Die Eisbombe, 14.11.2008, 9.30 Uhr und 18.45 Uhr
Oliver Jahn (Regie) und Peer Martiny (Schauspieler)
BRANCHEN-DIALOG, 15.11.2008, 11 Uhr
„Kein Fernsehen ohne Kino – kein Kino ohne Fernsehen!“
Stefanie Groß, SWR, Baden-Baden
Werner Fuchs, Zorro Filmverleih, München
Joachim Ortmanns, Lichtblick-Film, Köln
Torsten Reglin, ESTER.REGLIN.FILM, Köln
Sinan Akkus, Regisseur
Peter Fratzscher, Regisseur
Peter Timm, Regisseur
JURYS
Jury für den Filmmusikpreis
Jörg Gerle (Musikjournalist), Dieter Schleip (Musiker und Komponist) und Peter Timm (Regisseur und Drehbuchautor)
Jury für den Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel
Oliver Baumgarten (Filmpublizist), Stephan Limbach (Produzent), Joachim Ortmanns (Produzent)
Mentorin der Schülerjury 10+
Julia Schmidt (Schauspielerin)
Auch 2008 bieten Lüner Unternehmen einen Sonderservice zum Kinofest Lünen: kostenlose Rabattgutscheine für die Eintrittskarten. Der Bauverein zu Lünen, BMW Schmidt, Milk & Beermann Fleischwaren, das Hotel an der Persiluhr, die Sparkasse Lünen, die Firchow & Melchers GbR, die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen, Taxi Fähnrich und die Wienholt & Horstmann GmbH & Co. KG stellen großzügig Gutscheine im Wert von je 2 Euro zur Verfügung, die an der Kinokasse der Cineworld eingelöst werden können.
Was muss man dafür tun? Einfach die Gutscheine bei den Geschäftsstellen der Firmen abholen. Jedes Unternehmen hat eine begrenzte Anzahl von Gutscheinen, schnelles Handeln wird also empfohlen. Alle Gutscheine liegen ab sofort bei den Firmen bereit, abholen genügt.
Die Gutscheine können dann an der Cineworld-Kasse beim Kauf von Eintrittskarten für jeden beliebigen Film im Festivalprogramm eingelöst werden (außer Eröffnungs- und Abschlussgala). Und dann heißt es: Für 4,90 Euro statt 6,90 Euro (Erwachsene) oder für 2,90 Euro statt 4,90 Euro (Kinder bis 11) ins Kino gehen – oder sogar, Schulklassen aufgepasst, für 1,90 Euro statt 3,90 Euro (Schulvorstellungen KinofestPlus).
Die Filmtipps der Festivalleitung: „Autopiloten“, ein Ruhrgebietsfilm über vier Männer, deren Leben aus dem Ruder läuft, präsentiert am Samstagabend von Hauptdarsteller Charly Hübner persönlich. Empfehlenswert ist auch das EXTRA „Eine Welt“ mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Eisenfresser“ über Schiffsabwracker in Bangladesch und einem Vorfilm aus dem polnischen Zechenrevier. Im Wettbewerb unbedingt sehenswert: Winfried Oelsners Familiendrama „Vom Atmen unter Wasser“ mit Andrea Sawatzki oder Jan Georg Schüttes tragikomisches Ensemblestück „Die Glücklichen“.
Das Kinofest Lünen bedankt sich bei allen teilnehmenden Firmen für die tatkräftige Unterstützung.
Auftakt: Hannelore Hoger liest E. A. Poes „Geschichten des Grauens“
begleitet am Klavier von Siegfried Gerlich
Mittwoch, 12. November 2008, 19.30 Uhr Hansesaal Lünen, Kurt-Schumacher-Straße 41, 44532 Lünen
Eintritt: 14,- Euro, Einlass ab 19.00 Uhr
Auch 2008 setzt das Kinofest Lünen seine lieb gewonnene Tradition der Auftaktlesung mit namhaften deutschen Schauspielern fort. Nach Rolf Zacher und Günter Lamprecht freuen wir uns besonders, dass wir dieses Jahr Hannelore Hoger begrüßen können. Hannelore Hoger liest Geschichten des amerikanischen Meisters des Makabren, Edgar Allan Poe. Lünen darf sich auf einen außergewöhnlichen Leseabend freuen, der von dem namhaften Pianisten Siegfried Gerlich mit ausgewählten Werken von Debussy und Mussorgsky mitgestaltet wird.
Mit Unterstützung des LÜNTEC Fördervereins e.V.
Ausstellung: Romy Schneider – Die Unsterbliche
28. Oktober – 16. November 2008 Sparkasse Lünen, Graf-Adolf-Str. 39
täglich während der Öffnungszeiten der Sparkasse Lünen;
Eröffnung: Dienstag 28. Oktober 2008, 15 Uhr.
In diesem Jahr jährt sich Romy Schneiders Todestag zum 25. Mal. In Deutschland als „Sissi“ umjubelt und in Frankreich als Star gefeiert, blieb ihr Privatleben von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont. „Im Film kann ich alles, im Leben kann ich nichts“, sagte sie einmal. Die Ausstellung in der Sparkasse Lünen ist eine Verbeugung vor einem der größten – und geheimnisvollsten – Stars des deutschen und internationalen Films.
KinofestPlus
Das Kinofestprogramm am Vormittag für Schüler und Lehrer des Kreises Unna
Donnerstag, 13. und Freitag, 14. November 2008, jeweils 9.30 Uhr Cineworld Lünen
Schulklassen können auch dieses Jahr nach Anmeldung speziell ausgewählte Filme aus den Festivalprogrammen sehen:
Die rote Zora (Wettbewerb RAKETE) Das Morphus-Geheimnis (Wettbewerb RAKETE) Gerdas Schweigen (Wettbewerb LÜDIA) Love, Peace & Beatbox (Extra MUSIK) Die Eisbombe (Extra LÜNEN-PREMIEREN)
Karten kosten 3,90 Euro pro Schüler, für Lehrer ist der Eintritt frei. Anmeldungen für Schulklassen sind bis zum 7. November 2008 in der Cineworld Lünen möglich, Tel. 02306 – 92.72-811, tägl. ab 10 Uhr, oder per Fax: 02306 – 92.72-813
Für Schulen, die das Cineworld nicht fußläufig erreichen können, stellt die VKU kostenfreie Bustransporte zur Verfügung. Buchungen ebenfalls über die Cineworld Lünen unter der gleichen Telefonnummer:
Kinofest – vor Ort
Am Montag, den 10. November, um 16 Uhr befindet sich das Kinofest vor Ort, und zwar in der Residenz Osterfeld, Günter-Kleine-Str. 1 in Lünen. Knut Thamm-Bürger begibt sich mit den Bewohnern der Residenz auf eine Zeitreise in die 50er Jahre und zeigt den Kinofest-Film „Rendezvous unterm Nierentisch“ – eine witzige Collage aus Kinowerbung, Wochenschauen und Kulturfilmen.
Samstag, den 15. November 2008, 11.00 Uhr Stadthotel Lünen, Konferenzsaal C, Dortmunder Straße 10, Lünen
Wie steht es eigentlich mit dem schwierigen Verhältnis zwischen Kino und Fernsehen in Deutschland? – diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen Lüner Branchen-Dialogs.
Ohne die komplette Filmgeschichte zu bemühen: Erst war das Kino da, dann das Fernsehen. Zwei verschiedene Medien, die in Deutschland mittlerweile sehr eng miteinander verknüpft sind. Ein ständiger Kampf um Abgrenzung und Eigenständigkeit? Oder ein freundschaftliches, sich gegenseitig befruchtendes Miteinander?
Wie wirkt sich das auf die Arbeitsweise von Autoren und Regisseuren aus – wenn sie für das Fernsehen und/oder das Kino arbeiten? Gibt es noch Unterschiede bei der Besetzung von Film und Fernsehen? Romy Schneider nur im Kino. Martina Gedeck sowohl als auch? Gibt es noch Genrekino? Genreproduktionen im Fernsehen – wie der Tatort – halten bis zu 10 Mio. Zuschauer vor dem Fernseher, ein Kinobesuch entfällt damit. Konkurrenz? Ziemlich neu ist die Methode, einen großen Kinofilm herzustellen, der eigentlich der Zusammenschnitt eines Fernsehmehrteilers ist. Verschmelzen mit dieser Strategie Kino und Fernsehen endgültig zu einem Ganzen?
Ist das Fernsehen, wenn es sich an Kinofilmen beteiligt, willens und in der Lage, eigene, über die Fernsehdramaturgie hinausgehende Formen zuzulassen? Oder sind viele deutsche Kinofilme erfolglos, weil sie eine Art Zwitter sind – ein bisschen Kino, ein bisschen Fernsehen? Gäbe es auf der anderen Seite die Vielfalt im deutschen Film überhaupt, wenn sich das Fernsehen nicht so engagieren würde? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Branchen-Dialogs des 19. Kinofestes Lünen. Ihre Teilnahme haben zugesagt:
Stefanie Groß, SWR (Redakteurin „Autopiloten“, „Nacht vor Augen“, „Vom Atmen unter Wasser“) Werner Fuchs, Zorro Filmverleih (Verleiher „Der Brief für den König“, „Eisenfresser“, „Auge in Auge“) Joachim Ortmanns, Lichtblick-Film, Köln (Produzent „Autopiloten) Torsten Reglin, ESTER.REGLIN.FILM, Köln (Producer „Selbstgespräche“) Sinan Akkus (Regisseur „Evet, ich will!“) Peter Fratzscher (Regisseur „Asphaltnacht“, „Sieben Monde“, Tatorte)) Peter Timm (Regisseur „Meier“, „Ein Mann für jede Tonart“, „Rennschwein Rudi Rüssel“)
Das Kinofest Lünen vergibt 2009 insgesamt neun Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von rund 30.000 Euro.
Hauptpreis LÜDIA
Dotiert mit 10.000 Euro sowie einer Untertitelung des Films und der Präsentation auf dem Partnerfestival Berlin & Beyond im Januar in San Francisco. Die Lüdia ist ein Publikumspreis und wird zum 12. Mal verliehen.
Kinderfilmpreis RAKETE
Dotiert mit 3.000 Euro, gestiftet von Lüner Familien. Die Rakete ist ein Publikumspreis und wird zum vierten Mal verliehen.
Schülerfilmpreis des Kreises Unna 10+
Dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von Landrat Michael Makiolla, für einen Film aus dem Kinderfilmwettbewerb Rakete.
Schülerfilmpreis des Kreises Unna 16+
Dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von Landrat Michael Makiolla, für einen Film aus dem Wettbewerb um die Lüdia.
Kurzfilmpreis ERSTE HILFE
Dotiert mit 1.600 Euro, gestiftet von Lüner Apotheken, für einen kurzen Kurzfilm. Die Erste Hilfe ist ein Publikumspreis.
Kurzfilmpreis ERSTER GANG
Dotiert mit 1.600 Euro, gestiftet von Lüner Gastronomen, für einen mittellangen Kurzfilm. Der Erste Gang ist ein Publikumspreis.
Preis für die beste Filmmusik
Dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von der Lüner Kanzlei Skok, und vergeben von einer Fachjury (Jörg Gerle, Musikjournalist; Dieter Schleip, Komponist; Peter Timm, Regisseur). Der Preis wird 2009 zum zweiten Mal vergeben.
Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel
Dotiert mit Marketingleistungen im Wert von 5.000 Euro, gestiftet vom Bochumer Berndt-Media-Verlag, und vergeben von einer Fachjury (Oliver Baumgarten, Publizist; Stephan Limbach, Produzent; Joachim Ortmanns, Produzent).
Preis „Haste Töne“ für den besten Musikfilm
Der Preis wird einmalig in Zusammenarbeit mit den Ruhr Nachrichten an einen der Filme im Extra MUSIK verliehen. „Haste Töne“ ist ein Publikumspreis und wird vom Publikum durch den Kauf von Stimmkarten für 1 Euro pro Stück dotiert. Der Gewinnerfilm erhält den gesammelten Erlös.
Hunderte von Filmen wurden gesichtet, nun stehen die Programme des 19. Kinofestes Lünen fest: Insgesamt 46 lange und kurze Produktionen zeigt das Festival vom 13. bis 16. November 2008, 27 davon konkurrieren in den Kurz- und Langfilmwettbewerben. Die Bandbreite ist enorm, unter anderem sind dabei: ein Film von einer Oscar-Gewinnerin, ein in Lünen gedrehter Horrorfilm, eine Soirée mit Charly Hübner und die Eröffnung mit der Premiere von Wim Wenders‘ „Palermo Shooting“.
Am 13. November eröffnet das 19. Kinofest Lünen mit der Deutschlandpremiere von Wim Wenders‘ „Palermo Shooting“, die ganz im Zeichen der Achse Düsseldorf-Lünen steht: Der Film feiert eine Doppelpremiere in Düsseldorf und Lünen, Regisseur und Hauptdarsteller werden an beiden Orten anwesend sein.
Das Kinofest freut sich auch auf Charly Hübner, gerade mit „Krabat“ im Kino, der am Festivalsamstag persönlich Bastian Günthers Ruhrpott-Film „Autopiloten“ vorstellen wird, auf Hannelore Hoger, die zum Auftakt am 12. November Geschichten von Edgar Allan Poe liest, und auf einige der besten Beatboxer Deutschlands aus dem Film „Love, Peace & Beatbox“. Darüber hinaus werden zahlreiche Regisseure und Produzenten erwartet, unter anderem alle Regisseure der LÜDIA-Wettbewerbsfilme.
Die Wettbewerbe
Insgesamt verleiht das Kinofest Lünen in vier Wettbewerben Preise im Wert von rund 30.000 Euro. Zehn deutsche Langfilme – darunter drei Dokumentationen – konkurrieren um den Hauptpreis des Festivals, die mit 10.000 Euro dotierte LÜDIA, die darüber hinaus eine Untertitelung des Siegerfilms und die Präsentation in San Francisco beinhaltet. Ein großes Thema, ob als Komödie oder Drama, ist bei den Spielfilmen die Familie. Winfried Oelsner („Projekt Gold“) geht mit seinem neuen Spielfilm „Vom Atmen unter Wasser“ ins Rennen, der intensiven Geschichte einer zerbrechenden Familie, dargestellt unter anderem von Andrea Sawatzki und Adrian Topol. Oliver Korittke, Lale Yavus, Heinrich Schafmeister und Idil Üner spielen in der deutsch-türkischen Familienkomödie des Schauspielers und Regisseurs Sinan Akkus, „Evet, ich will!“. Die junge Regisseurin Britta Maria Bertele porträtiert eindringlich einen deutschen Soldaten, der sich nach einem Afghanistan-Einsatz nicht mehr zu Hause einleben kann.
Mit David Dietls düsterer Zukunftsvision „Auf Nummer sicher?“ ist ein Science Fiction-Film dabei, in dem Anne Ratte-Polle gegen den totalen Überwachungsstaat kämpft. „Weltstadt“, in dem Regisseur Christian Klandt nach einer wahren Begebenheit ein bedrückendes Bild davon zeichnet, wie Perspektivlosigkeit bei Jugendlichen in extreme Aggression umschlagen kann, ist dagegen in einer kaum weniger bedrohlichen Gegenwart angesiedelt. Der Schauspieler und Regisseur Jan Georg Schütte hat seine Darsteller, darunter Meret Becker, drei Tage lang improvisieren lassen und mit „Die Glücklichen“ einen gelungenen Ensemblefilm über eine Gruppe Freunde abgeliefert, die ein Wochenende lang altes Leid und Leidenschaften wieder auflodern lassen.
Mit Ulrike Grote schließlich ist eine Oscar-Gewinnerin (Studentenoscar 2005 für den Kurzfilm „Ausreißer“) im Wettbewerb, die mit ihrer ersten langen Produktion „Was wenn der Tod uns scheidet?“ einen gelungenen Episodenfilm abliefert, der mit einer Portion Humor verschiedene Schicksale in einem Krankenhaus verfolgt – überzeugend besetzt mit Monica Bleibtreu, Ulrich Noethen, Naomi Krauss u.a.
Mit im Rennen sind auch drei Dokumentationen: Nikolai Eberths Portrait eines besessenen Theaterschauspieler, „Thieme – King of Pain“, Britta Wauers Film „Gerdas Schweigen“, die Lebensgeschichte einer Auschwitz-Überlebenden, die ein Geheimnis mit sich herumträgt, und schließlich Alexandra Westmeiers „Allein in vier Wänden“ über jugendliche Strafgefangene in Russland.
Alle Beiträge im LÜDIA-Wettbewerb bewerben sich außerdem um den zweiten „Preis für die beste Filmmusik“ des Kinofests, der von einer Fachjury vergeben wird und mit 2.500 Euro dotiert ist.
Kurzfilme gehören in Lünen zu den Publikumsrennern. Zehn Arbeiten konkurrieren in ERSTE HILFE, dem Wettbewerb für kurze Kurzfilme, drei Produktionen in ERSTER GANG, dem Wettbewerb für längere Arbeiten, um die Publikumspreise. Kartenreservierung wird dringend empfohlen! Im Kinderfilmwettbewerb um die RAKETE müssen vier Filme vor den strengen Augen einer Kinderjury bestehen.
EXTRAS Wie immer hat das Festival für die Reihe LÜNEN-PREMIEREN die interessantesten deutschen Kinofilme des Jahres ausgewählt, die noch nicht bis nach Lünen gekommen sind. Tradition hat in Lünen inzwischen das EXTRA MUSIK, in dem dieses Jahr drei Filme um den Preis der Ruhr Nachrichten konkurrieren. Wie immer bringt das Kinofest auch in diesem Jahr einige Schätze aus der jüngeren Filmgeschichte wieder ans Licht: 2008 werden „Rendezvous unterm Nierentisch“ von 1986/87 und „Asphaltnacht“ (1980) gezeigt. Und schließlich, auch dies eine Lüner Tradition, gibt es einen ganz speziellen Leckerbissen für Horrorfilmfans: Der Lüner Regisseur Ralf Möllenhoff präsentiert seinen neuesten blutigen Streifen, „Nerves“, am Festivalsamstag.
Das Kinofest Lünen ist berühmt für seine entspannte Atmosphäre: Hier treffen Publikum und Macher ohne Absperrgitter aufeinander, hier entscheidet das Publikum über die Preise in den vier Wettbewerben, hier werden Kurzfilmer frenetisch gefeiert und die Filme, lang oder kurz, heiß diskutiert: Kurzum, Lünen wird auch dieses Jahr im Herbst für vier Tage zur Hauptstadt der Cineasten, in der sich Filmemacher und Schauspieler die Klinke in die Hand geben – beim 19. Kinofest Lünen.
Festivalkino: Cineworld Lünen
Eintrittskarten: Einzelkarte: € 6,90 Erwachsene / € 4,90 Kinder bis 11
Kinofest-Pass: € 19,90, gültig für 5 Vorstellungen außer Eröffnungs- und Abschlussgala
Vorverkauf: ab 22. Oktober 2008 beim Cineworld Lünen
Eine Einstimmung auf das 19. Kinofest Lünen 2008 bietet der soeben fertig gestellte neue Trailer.
Zu besichtigen ab sofort hier im Internet und ab Mitte Oktober auf der großen Leinwand in der Cineworld Lünen und den Kinos der Umgebung.
Der bewährte Kinofesttrailermacher Adrian Draschoff hat - im wahrsten Sinne des Wortes – Hand angelegt, und zwar hat er den Kurzfilm: Das hat mit dem Singen die Lorelei getan von 15 Minuten auf knackige 40 Sekunden heruntergekürzt. Die Kinofestleitung dankt dem Regisseur Tilmann Kohlhaase und der Produzenten Elsabeth Müller, dass sie zugestimmt haben, Ihren Loreleifilm als Baustelle für den Kinofesttrailer zu nutzen und ein besonders herzlicher Dank geht an Walter Brus und Angela Redwisch von der Firma ARRI, München, die uns wieder einmal großzügig bei der Trailerherstellung unterstützt.
Der Trailer des Kinofestes Lünen 2008 spielt auf einem Schrottplatz. „Lünen, die Hauptstadt der deutschen Entsorgungswirtschaft und der Schrottplatz als Kulisse für den neuen Kinofesttrailer – Synergie auf der ganzen Linie. Lünen ist nun mal die Härte “ meinte Kinofesteleiter Mike Wiedemann auf der Trailerpräsentation beim Sponsorenabend des Kinofestes am 18.9.2008 in der Sparkasse Lünen
Das 19. Kinofest Lünen spielt 2008 nicht nur im Kino, sondern auch an den Hauptbahnhöfen in Lünen und Dortmund
In einer Zeit, in der sich Film und Kunst zunehmend begegnen, in der Museen Filme und Filmfestivals Videokunst zeigen, geht das 19. Kinofest Lünen seinen eigenen Weg bei der Verknüpfung von Kunst und Film: Rechtzeitig zum Festival im November 2008 präsentiert das Kinofest auf dem Gelände des Lüner Hauptbahnhofs und des Dortmunder Hauptbahnhofs das Ausstellungsprojekt „Hinter den Kulissen“. Zehn junge Künstler und Künstlerinnen beleuchten das Thema Film aus dem Blickwinkel der bildenden Kunst. Initiiert von Michael Wiedemann, dem Leiter des Kinofests, und kuratiert gemeinsam mit Susanne Kutter, werden ab dem 7. November rund um den Bahnhof Malerei, Skulpturen, Installationen, Videos und eine Laserprojektion zu sehen sein.
Fast alle Arbeiten wurden eigens für das Lüner Ausstellungsprojekt entwickelt. So inszeniert der Brite Martin Durham mit „Und täglich grüßt…“ ein künstliches Ensemble, das an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert und gleichzeitig die Wiederholung täglicher Vorgänge an einem Bahnhof thematisiert. Susanne Kutter baut hinter dem Bahnhofsgebäude für „Hollywood 1:10“ eine verkleinerte und leicht veränderte Version des legendären Hollywood-Zeichens, Catharina und Dieter Wagner greifen in ihrer gleichnamigen Arbeit den berühmten Stummfilm „L’Arrivée du train“ mit einem Mobile auf, das sich in der Bahnhofshalle dreht und an dem Papierbilder mit Motiven aus Lumières Film hängen. Till Nachtmann und Stefan Silies projizieren für „Firmament“ per Laser Sterne auf das Glasdach der Radstation vor dem Bahnhof. Mark Formanek und Datenstrudel zeigen nicht nur in Lünen, sondern auch in der Halle des Dortmunder Hauptbahnhofs das Video „Standard Time“, in dem Arbeiter in Echtzeit die Anzeige einer Digitaluhr nach- und umbauen.
Die Projekte:
MARTIN DURHAM: Und täglich grüßt... (Skulptur/Malerei)
Martin Durham inszeniert ein künstliches Ensemble, dessen Elemente an Vorbilder aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnern. Das Motto des Films – die tagtägliche Wiederholung eines immer gleichen Vorgangs – korrespondiert mit dem Geschehen am Bahnhof. Fahrpläne sagen das regelmäßige Eintreffen und Abfahren der Züge voraus. Abweichungen von der Regel sind dabei unerwünscht und gelten als störend. (Ort: rechtes Fenster im Gang vor dem Treppenaufgang zu den Gleisen 3 und 4)
CHRISTEL FETZER: Flashover (Videoprojektion, bei Dunkelheit)
In einem Fenster des Bahnhofgebäudes sieht man die Videoprojektion eines brennenden Feuers. Die Flammen lodern gleichmäßig, ab und zu explodiert ein glühendes Holzscheit. Der Blick ins Feuer ruft widersprüchliche Empfindungen hervor, es wirkt beängstigend und beruhigend zugleich. (Ort: im Fenster der ehemaligen Wohnung des Stationsvorstehers gegenüber Gleis 3/4)
MARK FORMANEK – DATENSTRUDEL (Realisation): Standard Time (24h Video)
Das Video zeigt wie mehrere Arbeiter synchron zur Echtzeit eine riesige digitale Zeitanzeige aus Holzbrettern bauen. Jede Minute muss die Anzeige verändert werden, so dass die selbstgebaute Uhr immer die richtige Zeit anzeigt. Es finden also 1611 Umbauten in 24 Stunden statt. Beim Anspruch, jede einzelne Minute zu bauen, bewegen sich die Arbeiter ständig am Rand des Scheiterns. Standard Time wird am Bahnsteig auf einem Fernseher gezeigt und läuft jeden Tag 24 Stunden lang. (Ort: über dem Haupteingang und in der Halle des Dortmunder Hauptbahnhofs)
MARKUS WILLEKE: Sooner or later (Wandmalerei)
Markus Willeke malt auf die Wand des Ganges im Bahnhofgebäude eine 18 m lange Bretterfassade. Das Motiv erinnert an Szenen aus Hitchcocks „Die Vögel“ oder an G. Romeros „Night of the Living Dead“, wenn die Darsteller alle Fenster und Türen ihres Hauses von innen mit Holzbrettern zunageln, damit das Böse nicht eindringen kann. Diese Barrikaden funktionieren wie signifikante Verbindungselemente, die im Handlungsablauf eines Verbrechens den Übergang von Zonen der Gefahr zu Zonen der Sicherheit markieren. Was sich hinter den Brettern im Bahnhof befindet, darüber kann man nur spekulieren. (Ort: auf der Wand des Ganges zwischen oberem und unterem Bahnsteig)
SUSANNE KUTTER: Hollywood 1:10 (Skulptur)
Der Begriff Hollywood steht für Geld und Ruhm, für Schein und Glamour, aber auch für etwas Generelles, was Kunst und Film ausmacht – für die Erschaffung einer fiktionalen Welt. Es führt den Zuschauer weg von der eigenen, gegenwärtigen Realität und stellt ihm eine andere Wirklichkeit vor. Susanne Kutter baut hinter dem Bahnhofsgebäude die verkleinerte Nachbildung des legendären Hollywoodschriftzuges auf. Einige Bretter fehlen, so dass in der Schrift Lücken entstehen. Das wohl bekannteste Symbol der Filmindustrie ist in Gefahr. (Ort: Freiplatz hinter dem Bahnhofgebäude)
TROY WILLIAMS: Groceries & Gun (Fotografie)
Vor dem Bahnhof steht eine Plakatwand, auf der sich vorn und hinten jeweils ein Foto befindet. Beide Motive erinnern an Kinoszenen, denn sie verweisen auf eine scheinbare Handlung. Im Gegensatz zu Filmfiguren sind die Personen auf den Fotos in einer Momentaufnahme gefangen. Der Anfang und das Ende ihrer Geschichte werden nicht gezeigt und ihr Handlungsablauf entwickelt sich allein in der Fantasie. Zwangsläufig erlebt jeder Betrachter eine andere Geschichte. (Ort: zentral vor dem Bahnhofsgebäude)
CATHARINA und DIETER WAGNER: L´Arrivée du train (Malerei/Skulptur)
Catharina und Dieter Wagner installieren in der Bahnhofshalle ein großes Mobile, das sich langsam um seine eigenen Achse dreht. Daran aufgehängt sind gemalte Papierbilder, deren Motive sich auf Szenen von Lumières’ Dokumentarfilm „L´Arrivée d´un train à La Ciotat“ beziehen. Der Film wurde 1895 gedreht und zeigt die Einfahrt eines Zuges in einen Bahnhof. Dazu ertönt die den Stummfilm begleitende Klaviermusik in der Bahnhofshalle. Die Künstler verdichten die Alltagsszenen des Films, erzählen sie neu und setzen sie in ihren gemalten Bildern fort. (Ort: zentrale Bahnhofshalle)
TILL NACHTMANN und STEFAN SILIES: Firmament (Laserprojektion, bei Dunkelheit)
Gedrehtes Kino. Starre Nacken. Umsonst und Draußen. Lichtpunkte tanzen auf dem gläsernen Dach des Fahrradständers vor dem Bahnhof. Der Laser steht zwei Stockwerke darüber. Nur bei Dunkelheit, dafür aber bei Wind und Wetter. Besser als digital. Catch the stars. (Ort: Dach der Fahrradstation auf dem Bahnhofsvorplatz)
19. KINOFEST LÜNEN, 13. – 16. November 2008
Das Kinofest Lünen zieht jedes Jahr im November die deutsche Filmbranche in die kleine Stadt an der Lippe. Vom 13. bis 16. November 2008 werden bei der 19. Ausgabe wieder aktuelle lange und kurze Filme in den vier Wettbewerben laufen, ergänzt durch thematische Sonderreihen, die besten deutschen Kinofilme des letzten Jahres und mit Stars und Regisseuren, die nach Lünen kommen, um hier ihre Filme vorzustellen und dem Publikum Rede und Antwort zu stehen.
Bilder zu den Projekten stehen als JPG-Dateien im Pressebüro des 19. Kinofests Lünen zur Verfügung: presse@kinofest-luenen.de.
Eröffnung der Ausstellung:
7. November 2008
Dauer der Ausstellung:
bis 16. November 2008 (tbc)
Ort:
Lünen Hauptbahnhof
und Halle des Dortmunder Hauptbahnhofs
Noch bis zum 31. August 2008 können Filme für die Wettbewerbe des 19. Kinofests Lünen eingereicht werden. Das Festival findet vom 13. bis 16. November 2008 statt und organisiert Wettbewerbe für deutschsprachige Langfilme, Kurzfilme und Kinderfilme.
Insgesamt konkurrieren die Arbeiten um Preise im Wert von knapp 30.000 Euro. Der Hauptpreis des Festivals, die mit 10.000 Euro dotierte Lüdia, ist außerdem mit einer Auslandsvertriebsförderung, Untertitelung und der Präsentation beim Partnerfestival Berlin & Beyond in San Francisco im Januar 2009 verbunden. Erst zum zweiten Mal verleiht das Kinofest in diesem Jahr den Preis für die beste Filmmusik an eine Arbeit aus dem Wettbewerb um die Lüdia.
Anmeldeformular und Reglement können auf www.kinofest-luenen.de heruntergeladen werden. Versandadresse für Sichtungskopien ist: Kinofest Lünen, Borker Str. 56-58, 44534 Lünen.
Nun kann der Lüner Künstler Andrzej Irschikowski ans Werk gehen. Er hat die Unterschrift von Rolf Lassgard und wird damit die dritte Kupferplatte vorbereiten. Sie ist nach Rolf Zacher (Kinofest 2006) und Günter Lamprecht (Kinofest 2007) dann die Nummer drei bei den EINDRÜCKEN – einer Reihe von Kupferplatten mit Unterschriften prominenter Gäste beim Lüner Kinofest. Diese sollen bis zum 19. Kinofest (13.-16.11.2008) in einer Straße in der Nähe der Cineworld Lünen in das Straßenpflaster eingelassen werden. Die Idee hierzu hatte Kinofestsponsor Ulrich Höwing, der in der letzten Woche mit Kinofestleiter Mike Wiedemann nach Malmö gereist war. Auf dem Stortorget-Platz trafen sie sich mit Rolf Lassgard, wo er seine Unterschrift für die EINDRÜCKE leistete. Bereits bei der Verabredung für dieses Treffen meinte Lassgard am Telefon zu Mike Wiedemann „Es ist mir eine große Ehre, dass Ihr mich in Lünen verewigen wollt, wo ich doch so schöne Erinnerungen an Euer Festival habe.“ Rolf Lassgard stellte beim 16. Kinofest 2005 seinen Mankellkrimi: “Mitsommermord“ vor und wurde von den Lünern begeistert gefeiert. So musste er viele Autogrammwünsche erfüllen
Nach vollzogener Unterschrift in Malmö meinte Lassgard noch, bevor er weiter zum Drehort ins südschwedische Ysrad fuhr: „Nach Lünen zum Kinofest würde ich gern wieder kommen“. Lassgard steht in Ystad für die schwedisch-deutsche Kinofilmproduktion „De rationelle / Eine vernünftige Lösung“ vor der Kamera - einem Film, von dem der Regisseur Jörgen Bergmark sagt, es handelt sich eher um eine absurde schwarze Komödie als um ein schweres Beziehungsdrama.
Übrigens, der Film wird mitfinanziert von der Filmstiftung NRW, dem Hauptförderer des Kinofestes Lünen. „Na, wenn das nicht eine Gelegenheit wäre, Lassgard mal wieder nach Lünen einzuladen, zum Film und zur Besichtigung seines „Eindrucks“ in der Lüner Fußgängerzone“ so Kinofestleiter Mike Wiedemann
Rolf Zacher signierte für die EINDRÜCKE – den neuen Lüner „Walk of Fame“
Am Montag, den 11. Februar.2008, lud das Kinofest Lünen zur traditionellen Präsentation der Siegerfilme im Rahmen der Berliner Filmfestspiele ein. Zur Vorführung kamen die beiden Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt und Christoph Maria Herbst, der Regisseur Daniel Walta sowie der Produzent Thomas Schmidt. Der LÜDIA-Preisträgerfilm „Jakobs Bruder“, der im Kino in den Hackeschen Höfen gezeigt wurde, begeisterte das Berliner Publikum auf Anhieb.
Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßten zuvor Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick und Kinofestleiter Mike Wiedemann die Gäste. Unter ihnen war auch
Günter Lamprecht, dessen eindrucksvolle Lesung zum Kinofestauftakt 2007 vielen Besuchern in bester Erinnerung geblieben ist.
Mike Wiedemann und die stellvertretende Kinofestleiterin Kathrin Bessert hießen außerdem Reto Caffi mit seinem „Erster Gang“-Preisträgerfilm „Auf der Strecke“ sowie Nico Zingelmann mit dem Film „15 Minuten Wahrheit“, Preisträger des „Erste Hilfe“-Preises, willkommen.
Im Anschluss an die Filmpräsentationen fand in der OXYMORON-Bar wieder die alljährliche Kinofestparty statt. Neben den Schauspielern und Teammitgliedern der gezeigten Filme fanden sich auch einige Lüner Stammgäste ein. Darunter auch die Schauspieler Charly Hübner und Rolf Zacher. So bot sich die Gelegenheit, Rolf Zacher zu animieren, endlich die weiße Platte zu signieren, die als Vorlage für den in der Lüner Fußgängerzone geplanten EINDRUCK Nr. 2. dient.
Das Kinofest Lünen feierte seine Volljährigkeit mit einem rundherum gelungenen Festival. Rund 7.700 Besucher und damit mehr als je zuvor fanden in den vier Tagen des Festivals den Weg in die Kinosäle. Besonders beliebt waren die teils in mehreren Vorstellungen ausverkauften Filme „Die drei Räuber“, „Jakobs Bruder“ und „Wir sagen Du! Schatz“, der allein bei der Eröffnungsgala auf knapp 800 begeisterte Zuschauer traf.
Trotz des Eisenbahnstreiks fand nicht nur das Publikum den Weg nach Lünen, auch die meisten der angesagten Gäste stellten ihre Arbeiten beim Kinofest persönlich vor. Dazu gehörten Jazz-Legende Billy Cobham, Tanja Schleiff, Anke Sevenich, Maren Eggert und ein großer Teil des Teams von Dominik Grafs „Das Gelübde“, Marc Meyer, Regisseur des gerade gestarteten „Wir sagen Du! Schatz“, mit fast allen Darstellern des Films, einschließlich der Hauptdarsteller Samuel Finzi und Nina Kronjäger, Waldemar Kobus, der gleich in vier verschiedenen Filmen im Programm spielte, Peter Timm, Martin Todsharow, Katharina Wackernagel und viele andere.
Besonderen Beifall fand bei der Preisverleihung am 18. November die Ankündigung der Sponsoren des Filmmusikpreises, Andrea und Jürgen Skok, den Preis auch in Zukunft bereitzustellen. Erster Gewinner des Filmmusikpreises war Thomas Mehlhorn für die Musik zu „Blindflug“ von Ben von Grafenstein.
„Am einen Ende des Kinos Schauspieler und Crew von ‚Das Gelübde‘ im gestopft vollen Saal, am anderen Ende Billy Cobham, der vor der Präsentation von Mika Kaurismäkis neuem Film ‚Sonic Mirror‘ ein spontanes Solo im Kinosaal trommelt, das ist Lünen“, fasst Festivalleiter Michael Wiedemann zufrieden zusammen. „Was uns besonders freut“, ergänzt seine Stellvertreterin Kathrin Bessert, „ist, dass so viele Filmemacher sich in Lünen offensichtlich wohl fühlen, das Lüner Publikum loben und die familiäre Atmosphäre, in der sie leicht Kontakte knüpfen können.“
Am 11. Februar 2008 zeigt das Kinofest im Rahmen der Berlinale im Filmtheater in den Hackeschen Höfen die Preisträgerfilme „Jakobs Bruder“, ein Erstlingsfilm des jungen Regisseurs Daniel Walta, sowie die Kurzfilmgewinner „Auf der Strecke“ von Reto Caffi und „15 Minuten Wahrheit“ von Nico Zingelmann.
Das 19. Kinofest Lünen findet vom 13. bis 16. November 2008 statt.
Preisverleihung 18. November 2007, 17 Uhr, in der Cineworld Lünen
Die Lüdia geht an:
Jakobs Bruder, Daniel Walta, 2007
(Produktion: Thomas Schmidt Film- und TV Produktionsgesellschaft / NDR)
Die Lüdia ist eine Bronzestatue und dotiert mit 10.000 Euro plus
Untertitelung des Gewinnerfilms, Förderung im Auslandsvertrieb und
Präsentation auf dem Partnerfestival 13. Berlin and Beyond im
Januar 2008 in San Francisco. Die Lüdia ist ein Publikumspreis.
Der Preis für die beste Filmmusik geht an:
Thomas Mehlhorn für Blindflug, Ben von Grafenstein, 2007
(Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg / HR / ARTE)
Der Preis für die beste Filmmusik ist dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet
von Jürgen und Andrea Skok, und wird erstmals vergeben.
Begründung:
Thomas Mehlhorn gelingt in der Tragikomödie Blindflug eine
stimmige Collage aus Score, Singer/Songwriter und Klassik, die sich in
ihrer Verschiedenheit hervorragend ergänzen. In den emotionalen
Situationen verfällt der Film nicht in triviale Sentimentalität.
Vielmehr hält er die Balance zwischen Situationskomik und Melancholie.
Die Gefühle der Protagonisten werden durch die kompositorischen Elemente
behutsam getragen.
Die Jury:
Jörg Gerle, Journalist
Peter Timm, Regisseur
Martin Todsharow, Filmkomponist
Die Rakete für den besten Kinderfilm geht an:
Rennschwein Rudi Rüssel 2, Peter Timm, 2007
(Produktion: Relevant Film Produktion / WDR / Senator Film Produktion)
Die Rakete ist eine gläserne Skulptur und dotiert mit 3.000 Euro,
gestiftet von Lüner Familien. Die Rakete ist ein Publikumspreis.
Der Kurzfilmpreis Erste Hilfe für einen Kurzfilm unter 20
Minuten geht an:
Der Kurzfilmpreis Erste Hilfe wird verliehen an einen Kurzfilm
mit einer Länge von unter 20 Minuten und ist dotiert mit 1.600 Euro,
gestiftet von Lüner Apotheken, plus Untertitelung des Gewinnerfilms,
gesponsert von Holland Subtitling und German Films, und Präsentation auf
dem Partnerfestival 13. Berlin and Beyond im Januar 2008 in
San Francisco. Der Kurzfilmpreis „Erste Hilfe“ ist ein Publikumspreis.
Der Kurzfilmpreis Erster Gang für einen Kurzfilm über
20 Minuten geht an:
Auf der Strecke, Reto Caffi, D/CH 2007, 30 min
(Produktion: KHM Kunsthochschule für Medien / Blush Films / Schweizer Fernsehen)
Der Kurzfilmpreis Erster Gang wird verliehen an einen Kurzfilm
mit einer Länge von über 20 Minuten und ist dotiert mit 1.600 Euro,
gestiftet von Lüner Gastronomen. Der Kurzfilmpreis Erster Gang
ist ein Publikumspreis.
Der Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel geht an:
Der Weiße mit dem Schwarzbrot, Jonas Grosch, 2007
(Produktion: Doni Doni Film, Berlin)
Der Berndt-Media-Preis ist dotiert mit Marketingleistungen im Wert von
5.000 Euro, gestiftet vom Bochumer Berndt-Media-Verlag.
Die Jury:
Oliver Baumgarten (SCHNITT, Köln)
Stefan Limbach (FSL Filmproduktion, Frankfurt/M.)
Joachim Ortmanns (Lichtblick Film- und Fernsehproduktion, Köln)
Der Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+ geht an:
Wir sagen Du! Schatz, Marc Meyer, 2006
Der Schüler-Filmpreis 16+ ist dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von
Landrat Michael Makiolla, und wird von einer Jury aus Schülern aus dem
Kreis Unna im Alter von 16 Jahren und aufwärts an einen Film aus dem
Wettbewerb um die Lüdia verliehen.
Die Jury:
Florian Edenhofer, Karla Presch, Yvonne Protzek, Jana Schmälzger, Carl-Heinz Scholten, Jan Wosnitza
Mentor der Jury: Fabian Busch.
Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+
Herr Bello, Ben Verbong, 2007
Der Schüler-Filmpreis 10+ ist dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von
Landrat Michael Makiolla, und wird von einer Jury aus Schülern aus dem
Kreis Unna im Alter zwischen 10 und 15 Jahren an einen Film aus dem
Wettbewerb um die Rakete verliehen.
Die Jury:
Leonie Ernste, Lena Holtsträter, Tatjana Hubert, Max Milas, Jessica Neumann, Paul Schulz-Gahmen
Mentorin der Jury: Julia Schmidt.
Der Zukunftspreis geht an:
TRUST.Wohltat, Eicke Bettinga, 2007, 60 min
(Produktion: kamitz.filmproduktion, Berlin)
Da sich auffällig viele der eingesandten Filme mit dem Themenbereich
Gesellschaft und Zukunft beschäftigen, wurde in diesem Jahr ein Programm
mit acht Filmen zu dem Thema zusammengestellt. Der Preis geht an den
Film mit der überzeugendsten Zukunftsvision und ist dotiert mit 1.000
Euro, gestiftet von Britta Imdahl, Wally Ahrweiler (Schauspieleragentinnen)
und Brit Possardt (Produzentin), die gleichzeitig die Jury bilden. Der
Zukunftspreis wird einmalig in 2007 verliehen.
Begründung:
Dem Regisseur Eicke Bettinga ist es stilsicher gelungen, innerhalb von 60 Minuten eine Liebesgeschichte mit den Mitteln des Science Fiction-Genres komplex und stilsicher zu erzählen. Die Jury überzeugte die darstellerische Kraft der Protagonisten im gleichen Maße wie die herausragende Kamera und Ausstattung, die mit großer Sicherheit die Bilder in der heutigen Zeit verankerten.
Der Preis für den besten Sportfilm geht an:
Projekt Gold, Winfried Oelsner, 2007
(Produktion: FSL Filmproduktion, Frankfurt/M.)
Der Preis für den besten Sportfilm ist ein Publikumspreis, der in Zusammenarbeit mit den Ruhr Nachrichten verliehen wird. Er wurde aus den vom Publikum für je 1 Euro erworbenen Stimmkarten ermittelt. Insgesamt wurden 360 Karten abgegeben, die Ruhr Nachrichten stocken das Preisgeld auf 500,- Euro auf. Der Preis für den besten Sportfilm wird einmalig in 2007 verliehen.
Alle Termine außer 14.11.2007, 16.30 Uhr, in der Cineworld Lünen, Im Hagen 3, Lünen.
Fototermine jeweils kurz vor Beginn und nach Ende der Filmvorführung.
Gesprächstermine nach Absprache. Änderungen vorbehalten.
Mittwoch, 14.11.2007
16.30 Uhr
Fußgängerzone Lünen (Lange Straße, bei der Lippe-Brücke) Inauguration der „Eindrücke“, des Lüner Walk of Fame, mit Günter Lamprecht
20.00 Uhr Günter Lamprecht liest aus seinem Buch „Ein höllisches Ding, das Leben“
Gesprächstermine nur vor der Lesung
Donnerstag, 15.11.2007
9.30 Uhr
Extra MUSIK
OstPunk! too much future, C. Fiebeler/M. Böhlke, Dokumentarfilm, D 2006, 93 min
Anwesend: Carsten Fiebeler, Regisseur
19 Uhr
Eröffnungsgala aus dem Wettbewerb LÜDIA
Wir sagen Du! Schatz, Marc Meyer, Spielfilm, D 2007, 97 min
Anwesend: Marc Meyer, Regisseur
Samuel Finzi, Schauspieler
Nina Kronjäger, Schauspielerin
Harald Warmbrunn, Schauspieler
Margot Nagel, Schauspielerin
Christian Biegai, Musik
Faysal Omer, Produzent
Diana Karsten, Cutterin
Freitag, 16.11.2007
9.30 Uhr und 15 Uhr
Extra LÜNEN-PREMIERE
Der andere Junge, Volker Einrauch, Spielfilm, D 2007, 95 min
Anwesend: Volker Einrauch, Regisseur
Willi Gerk, Schauspieler
9.30 Uhr und 17 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Leroy, Armin Völckers, Spielfilm, D 2007, 89 min
Anwesend: Armin Völckers, Regisseur
Alain Morel, Schauspieler
Paul Maaß, Schauspieler
Ali N. Askin, Musik
9.30 Uhr und 18.30 Uhr
Extra SPORT
Projekt Gold, Winfried Oelsner, Dokumentarfilm, D 2007, 106 min
Anwesend: Stephan Limbach, Produzent
15 Uhr
Kinderfilmwettbewerb RAKETE:
Rennschwein Rudi Rüssel 2, Peter Timm, Spielfilm, D 2007, 97 min
Anwesend: Peter Timm, Regisseur
Maurice Teichert, Schauspieler
17 Uhr
Extra MUSIK
OstPunk! too much future, C. Fiebeler/M. Böhlke, Dokumentarfilm, D 2006, 93 min
Anwesend: Carsten Fiebeler, Regisseur
18.30 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Wir sagen Du! Schatz, Marc Meyer, Spielfilm, D 2007, 97 min
Anwesend: Marc Meyer, Regisseur
Christian Biegai, Musik
Nina Kronjäger, Schauspielerin (nur vor dem Film)
Faysal Omer, Produzent
Diana Karsten, Cutterin
19.15 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Der blinde Fleck, Tom Zenker, Spielfilm, D 2007, 89 min
Anwesend: Tom Zenker, Regisseur
Jakob Diehl, Schauspieler und Musik
19.30 Uhr
Extra ZUKUNFT I
Outsourcing, Markus Dietrich, Spielfilm, D 2006, 6 min
Anwesend: Markus Dietrich, Regisseur
D-I-M. Deus in Machina, Henning und Axel Ricke, Spielfilm, D 2007, 29 min
Anwesend: Axel und Henning Ricke, Regisseure
Speed Dating, Gregor Buchkremer, Spielfilm, D 2007, 30 min
Anwesend: Gregor Buchkremer, Regisseur
Soapbox Ninjas, Dominik Stegmann, Spielfilm, D 2007, 15 min
Anwesend: Dominik Stegmann, Regisseur
Steve Wrzesniowski, Schauspieler
Christoph Letkowski, Schauspieler
12. Etage, Isabell Šuba, Dokumentarfilm, D 2007, 13,5 min
Anwesend: Isabell Šuba, Regisseurin
15 Minuten Wahrheit, Nico Zingelmann, Spielfilm, D 2006, 18 min
Anwesend: Nico Zingelmann, Regisseur
Jean-Young Kwak, Produzentin
Gray Hawk, Linus de Paoli, Spielfilm, D 2007, 16 min
Anwesend: Linus de Paoli, Regisseur
Anna de Paoli, Produzentin
Absolution, Markus Sehr, Spielfilm, D 2007, 15 min
Anwesend: Markus Sehr, Regisseur
Moritz Grenzebach, Produzent
Vier Worte, Nik Sentenza, Spielfilm, D 2007, 15 min
Anwesend: Nik Sentenza, Regisseur
L.H.O., Jan Zabeil/Kristof Kannegießer, D 2007, 3,5 min
Anwesend: Knut Sorgers, Produzent
My Happy End, Milen Vitanov, Animation, D 2007, 5 min
Anwesend: Milen Vitanov, Regisseur
21.15 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Blindflug, Ben von Grafenstein, Spielfilm, D 2007, 63 min
Anwesend: Ben von Grafenstein, Regisseur
Barbara Phillip, Schauspielerin
22 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Bukarest Fleisch, Andy Fetscher, Spielfilm, D 2007, 90 min
Anwesend: Andy Fetscher, Regisseur
Friederike Kempter, Schauspielerin
Andreas Thiele, Schauspieler
Gaetano Bongiorno, Produzent
Samstag, 17.11.2007
15 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Fliegen wirst du noch!, Sigrid Klausmann-Sittler, Dokumentarfilm, D 2007, 73 min
Anwesend: Sigrid Klausmann-Sittler, Regisseurin
Henk Drees, Cutter
15 Uhr
Kinderfilmwettbewerb RAKETE
Hände weg von Mississippi, Detlev Buck, Spielfilm, D 2007, 98 min
Anwesend: Karl Alexander Seidel, Schauspieler
15.30 Uhr
Extra LÜNEN-PREMIEREN
Für den unbekannten Hund, Dominik und Benjamin Reding, Spielfilm, D 2007, 107 min
Anwesend: Benjamin und Dominik Reding, Regisseure
17 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Der Weiße mit dem Schwarzbrot, Jonas Grosch, Dokumentarfilm, D 2007, 73 min
Anwesend: Jonas Grosch, Regisseur
Katharina Wackernagel, Produzentin
18.30 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Jakobs Bruder Daniel Walta, Spielfilm, D 2007, 90 min
Anwesend:   Daniel Walta, Regisseur
Klaus J. Behrendt, Schauspieler
Waldemar Kobus, Schauspieler
Sophie Rogall, Schauspielerin
Thomas Schmidt, Produzent
Daniela Mussgiller, Redakteurin NDR
18.30 Uhr
Extra LÜNEN-PREMIEREN
Video Kings, D. Acht und A. Eckert, Spielfilm, D 2007, 92 min
Anwesend: Daniel Acht, Regisseur
Fabian Busch, Schauspieler
19 Uhr
Extra SPORT
Spielverderber, H. Drechsler und G. Nonnenmacher, Dokumentarfilm, D 2007, 87 min
Anwesend: Henning Drechsler, Regisseur
Georg Nonnenmacher, Regisseur
Christian Vizi, Produzent
Marcelo Busse, Produzent
Markus Halberschmidt, Produzent
20.30 Uhr
Extra ZUKUNFT II
Gabra2, Jan Karpinski, Spielfilm, D 2006, 10,5 min
Anwesend: Jan Karpinski, Regisseur
eintag, C. Ebelt/T. Hawranke, Spielfilm, D 2007, 8,5 min
Anwesend: Christina Anna Ebelt, Regisseurin
Thomas Hawranke, Regisseur
Michael Lippold, Schauspieler
Mascha Berger, Schauspielerin
TRUST.Wohltat, Eicke Bettinga, Spielfilm, D 2007, 60 min
Anwesend: Eicke Bettinga, Regisseur
Inga Birkenfeld, Schauspielerin
21 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Hotel Very Welcome, Sonja Heiss, Spielfilm, D 2007, 90 min
Anwesend: Sonja Heiss, Regisseurin
Svenja Steinfelder, Schauspielerin
21 Uhr
Extra RETRO
Was halten Sie vom Tod der Wilma Montesi?, Helmer von Lützelburg, Experimentalfilm, 1977/78, 28 min
Anwesend: Helmer von Lützelburg, Regisseur
Neonstadt, Episodenfilm, div. Regisseure, D 1981, 105 min
Anwesend: Helmer von Lützelburg, Regisseur
Michael Wiedemann, Produzent
Markus Klug, Autor
21.30 Uhr
Kurzfilmwettbewerb ERSTER GANG
Felix, Andreas Utta, Spielfilm, D 2007, 20 min
Anwesend: Andreas Utta, Regisseur
Max Wrobel, Schauspieler
Auf der Strecke, Reto Caffi, Spielfilm, D/CH 2007, 30 min
Anwesend: Reto Caffi, Regisseur
Catherine Jahnke, Schauspielerin
Julie Bräuning, Schauspielerin
Andreas Hildebrandt, Musik
Zepp, Moritz Laube, Spielfilm, D 2006, 45 min
Anwesend: Moritz Laube, Regisseur
Karoline Schuch, Schauspielerin
Stephan Grossmann, Schauspieler
Mr. Supernatural, Miriam Glaser, Dokufiktion, D 2007, 22 min
Anwesend: Miriam Glaser, Regisseurin
Sonntag, 18.11.2007
10.30 Uhr
Wettbewerb LÜDIA
Von einem der auszog - Wim Wenders’ frühe Jahre, Marcel Wehn, Dokumentarfilm, D 2007, 96 min
Anwesend: Marcel Wehn, Regisseur
Can Erdogan, Musik
11 Uhr
Extra MATINEE
Das Gelübde, Dominik Graf, Spielfilm, D 2007, 92 min
Anwesend: Tanja Schleiff, Schauspielerin
Anke Sevenich, Schauspielerin
Michael Abendroth, Schauspieler
Waldemar Kobus, Schauspieler
Nadja Becker, Schauspielerin
Maren Eggert, Schauspielerin
Sybille Schedwill, Schauspielerin
Michael Witte, Schauspieler
Philipp Quest, Schauspieler
Johann von Bülow, Schauspieler
Winka Wulff, Produzentin
13 Uhr
Kinderfilmwettbewerb RAKETE
Herr Bello, Ben Verbong, Spielfilm, D 2007, 97 min
Anwesend: Ben Verbong, Regisseur
14 Uhr
Extra MUSIK
Sonic Mirror, Mika Kaurismäki, Dokumentarfilm, D/CH/SF 2007, 79 min
Anwesend: Billy Cobham, Musiker und Protagonist
Uwe Dresch, Produzent
17 Uhr
Preisverleihung und Abschlussgala mit
Nichts als Gespenster, Martin Gypkens, Spielfilm, D 2007, 120 min
Filmbeginn ca. 18 Uhr
Anwesend: Martin Gypkens, Regisseur
Andreas Eicher, Produzent
Kristian Stern, Produzent
Martin Todsharow, Musik
Am Mittwoch, den 14. November 2007, um 16.30 Uhr wird Günter Lamprecht
als erster Gast des Kinofestes Lünen seine Unterschrift für die Lüner
Version des Walk of Fame leisten, die Eindrücke. Die
Eindrücke sollen sich zu einer ganzen Reihe von in den Boden
eingelassenen Kupferplatten entwickeln, auf denen die Stars des
Kinofestes verewigt sein werden.
Günter Lamprecht wird in der Lüner Fußgängerzone den ersten
Eindruck hinterlassen, zu jeder Ausgabe des Kinofestes werden
sich weitere Stars in Lünen verewigen. Die ersten Eindrücke
werden gesponsert von dem Lüner Bürger Ulrich Höwing.
Zunächst unterschreibt Günter Lamprecht, nach dieser Vorlage gießt der
Lüner Bildhauer Andrzej Irzykowski, der auch den Hauptpreis des
Kinofestes, die LÜDIA, geschaffen hat, den Schriftzug in Kupfer auf eine
Platte, auf der auch die aktuelle Ausgabe des Kinofestes Lünen vermerkt
ist. Die Zeremonie findet am 14. November um 16.30 Uhr am oberen Ende
der Langen Straße, der Fußgängerzone in der Stadtmitte, statt, direkt an
der Brücke über die Lippe und in unmittelbarer Nähe des Festivalkinos
Cineworld.
„Ich erinnere mich an so viele Gäste des Kinofestes, die beim Publikum
und bei uns im wahrsten Sinne einen tiefen Eindruck hinterlassen haben -
im letzten Jahr gehörten Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung und Rolf
Zacher dazu. Deshalb freue mich sehr, dass wir das mit den
Eindrücken jetzt auch ganz handfest umsetzen können“, sagt
Festivalleiter Michael Wiedemann. „Und ganz besonders freut mich, dass
mit Günter Lamprecht ein guter Freund und ein Schauspieler, der
zweifellos zu den größten deutschen Darstellern des 20. Jahrhunderts zählt,
den Anfang macht.“
Um 20 Uhr liest Günter Lamprecht am 14. November in der Cineworld Lünen
aus seiner Autobiografie Ein höllisches Ding, das Leben.
Lüner Unternehmen bieten auch in diesem Jahr Gutscheine mit 2 Euro
Rabatt für Eintrittskarten zum Kinofest. Wer kann sie bekommen? Gruppen,
Einzelpersonen, Kinder, Erwachsene, Familien ganz egal. Und wer bietet sie an?
Der Bauverein zu Lünen, die Glückauf-Apotheke, die Altstadt-Apotheke,
Milk & Beermann Fleischwaren, die WBG Lünen und die Wienholt &
Horstmann GmbH & Co. KG.
Jedes Unternehmen hat eine begrenzte Anzahl von Gutscheinen,
die sich interessierte Besucher abholen können. Entweder in
Verbindung mit einem Einkauf, wie bei Milk & Beermann Fleischwaren,
oder einfach so nach Anmeldung. Die Gutscheine können dann an der
Cineworld-Kasse beim Kauf von Eintrittskarten für jeden beliebigen
Film im Festivalprogramm eingelöst werden (außer Eröffnungs- und
Abschlussgala). Und dann heißt es: Für 4,90 Euro statt 6,90 Euro
(Erwachsene) oder für 2,90 Euro statt 4,90 Euro (Kinder) ins Kino
gehen. Da die Zahl der Gutscheine begrenzt ist, empfiehlt es sich,
bald zuzuschlagen.
Die Filmtipps der Festivalleitung: „Neonstadt“, ein nostalgischer Ausflug
in das Lebensgefühl der frühen 80er Jahre; und als Gegensatz die
Kurzfilmprogramme „Zukunft I“ und „Zukunft II“ mit einem Blick darauf,
wie unser Leben einmal aussehen könnte. Empfehlenswert auch das
Dokumentarfilmpaket im Wettbewerb um die LÜDIA mit drei Filmen über
faszinierende Persönlichkeiten - „Fliegen wirst du noch“ über einen
jungen Stelzenläufer in der Ukraine, „Von einem der auszog“ über Wim
Wenders‘ frühe Jahre und „Der Weiße mit dem Schwarzbrot“ über das
neue Leben des Schauspielers und Ex-RAF-Mitglieds Christof Wackernagel;
und der neue Film der Brüder Reding, die mit „Oi! Warning“ vor einigen
Jahren Furore machten: „Für den unbekannten Hund“.
Das Kinofest Lünen bedankt sich bei allen teilnehmenden Firmen für die tatkräftige Unterstützung.
Am Mittwoch, den 14. November 2007, lädt das Kinofest Lünen zu einer
Lesung der Schauspielerlegende Günter Lamprecht in die Cineworld.
Berlin Alexanderplatz, Die Ehe der Maria Braun,
Das Boot, Zusammenarbeit mit Zadek, Ionesco, Piscator -
Günter Lamprecht ist einer der größten deutschen Theater- und
Filmschauspieler des 20. Jahrhunderts. Kinofestleiter Mike Wiedemann,
der 1981 den Film MILO BARUS - der stärkste Mann der Welt mit
Günter Lamprecht in der Titelrolle produzierte: "Ein Herzenswunsch
geht in Erfüllung, mein alter Freund und Kollege Günter Lamprecht
kommt zu unserem Kinofest nach Lünen."
In über 150 Film- und Fernsehproduktionen wirkte Günter Lamprecht mit,
erhielt unzählige Auszeichnungen, darunter zweimal die Goldene Kamera
(1978 und 2000), den Deutschen Darstellerpreis 1982, den Verdienstorten
des Landes NRW 2002 und jüngst den Ehrenpreis des Hessischen
Landespräsidenten beim Hessischen Filmpreis 2007. In Lünen liest
Lamprecht aus seinem lange erwarteten zweiten Buch Ein höllisches
Ding, das Leben (Kiepenheuer & Witsch).
Hier erzählt er nun nicht nur von seiner einzigartigen Fernseh-, Film-
und Theaterkarriere, sondern lässt auch das bedrückende Deutschland der
Nachkriegsjahre wieder auferstehen. Er berichtet von seiner
Zusammenarbeit mit Piscator, Ionesco und Peter Zadek. Wir erfahren, auf
welche Art Jean Genet sich mit ihm auseinandersetzt und wie er mit
Robert Siodmak durchs Ruhrgebiet tourt.
In den 70ern wird Lamprecht zum proletarischen Helden des deutschen
Films und Fernsehens mit Stellenweise Glatteis,
Rückfälle und Das Brot des Bäckers. Dann die Begegnung
mit Rainer Werner Fassbinder, die ihm die Rolle seines Lebens beschert:
den Franz Biberkopf in Berlin Alexanderplatz, das nach einer
aufwendigen technischen Restaurierung in diesem Jahr - dem 25. Todesjahr
Fassbinders - erstmals im deutschen Kino zu sehen war. Ein tragisches
Ereignis erschütterte im November 1999 Günter Lamprechts privates Leben,
als er und seine Lebensgefährtin Claudia Amm in Bad Reichenhall von
einem Amokschützen schwer verletzt wurden.
Zeit: Mittwoch, 14. November 2007, 20 Uhr
Ort: Cineworld Lünen, Im Hagen 3, 44532 Lünen
Eintritt: 9,- Euro
Reservierung: Telefon 02306-927.280, www.cineworld-luenen.de
Zum dritten Mal werden zwei Schülerjurys aus dem Kreis Unna beim
Kinofest Lünen Filme beurteilen und Preise vergeben. Die Schauspieler
Fabian Busch und Julia Schmidt stehen den Jurys auch
in diesem Jahr als Mentoren mit Rat und Tat zur Seite.
Beim 18. Kinofest sind junge Kinofans aus Lünen, Bergkamen, Selm, und
Schwerte dabei. Das Kinofest-Team wählte die Mitglieder der beiden
Schülerjurys aus Bewerbungen aus dem ganzen Landkreis aus.
Begeisterung für Filme und Kino ist ein wichtiges Kriterium, aber auch
Kreativität. Und so wurde auf dem Bewerbungsbogen nicht nur nach den
Lieblingsschauspielern gefragt, sondern auch danach, welchen Film die
angehenden Juroren und Jurorinnen selbst drehen würden, wenn sie
könnten. Zudem werden in diesem Jahr zwei Hospitanten aus Finnland und
Brasilien die Schülerjury 16+ begleiten.
Die Mitglieder der SCHÜLERJURY 10+
Leonie Enste, 14, Gymnasium Lünen-Altlünen, nennt
Jessica Schwarz als Lieblingsschauspielerin und würde einen Film über
zwei Freundinnen drehen, die sich aus den Augen verlieren.
Lena Holtstäter, 13, Realschule Oberaden, würde auf
jeden Fall einen Sportfilm drehen, entweder über Handball oder
Rettungsschwimmen. Ihre Lieblingsschauspielerin ist Marie-Luise
Schramm.
Tatjana Hubert, 15, Geschwister-Scholl-Gesamtschule,
würde einen Film über große Liebe, coole Typen und viel Chaos drehen.
Max Milas, 11, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, mag
Peter Lohmeyer und wäre gerne Florian Kehrmann in Projekt Gold.
Jessica Neumann, 15, Städtisches Gymnasium Selm,
liest gerne und schreibt auch selber. Sie würde eine Liebesgeschichte
unter Jugendlichen drehen.
Paul Schulz-Gahmen, 13, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium,
will den ultimativ witzigsten Film deutscher Filmgeschichte
drehen und würde auch selber am liebsten in einer Komödie mitspielen.
Mentorin: Julia Schmidt
Ausbildung an der Hochschule für Theater und Musik, Hamburg. Theater-
und Filmschauspielerin, ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis
2000 für Bella Block - Blinde Liebe. Im Kino unter anderem in
Die Bluthochzeit (2005). Im Fernsehen zuletzt in Wer
zuletzt lacht, NDR (2007), Tatort Hamburg - Unter Strom,
ARD (2007).
Die Schülerjury 10+ vergibt beim 18. Kinofest Lünen einen mit 2.500
Euro Preis für den besten Kinderfilm. Gestiftet wurde der Preis zum
dritten Mal in Folge von Landrat Michael Makiolla.
Die Mitglieder der SCHÜLERJURY 16+
Florian Edenhofer, 17, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium,
würde gerne einen liebenswürdigen Chaoten spielen, der trotzdem am
Ende das schöne Mädchen bekommt
Lara Enste, 16, Gymnasium Lünen-Altlünen, wäre gerne
Titzi aus Kebab Connection, weil sie eine
selbstbewusste junge Frau sei, die wisse, was sie wolle und ihr Ziel
verfolge.
Yvonne Protzek, 16, Willy-Brandt-Gesamtschule, wäre
in einem Film am liebsten ein fieser Bösewicht, der dem Helden das
Leben schwer macht.
Jana Schmälzger, 16, Gymnasium Lünen-Altlünen, würde
einen Film über einen Serienmörder drehen, mit atemberaubenden
Landschaften, kauzigen Dorfbewohnern und rachsüchtigen Kühen!
Carl Heinz Scholten, 20, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium,
würde einen Film über einen Einzelgänger drehen, durch Monologe würde
der Zuschauer Einblicke in die wirre Gedankenwelt des Jungen bekommen.
Jan Wosnitza, 17, Gesamtschule Schwerte, würde sich
für die Rolle eines 16-Jährigen interessieren, der mit dem Tod seiner
Eltern zurechtkommen muss, aber es nicht schafft.
Hospitanten
Raphael Traticoski, 18, aus Curitiba/Brasilien, ist
zurzeit Gastschüler am St. Christophorus-Gymnasium in Werne und wohnt
bei einer Gastfamilie in Lünen. Er spielt in Brasilien und auch an
seiner derzeitigen Schule Theater.
Saara Rauvala, 17, aus Halokko/Finnland, ist
ebenfalls Gastschülerin am St. Christophorus-Gymnasium in Werne und
wohnt bei einer Gastfamilie in Lünen. Sie spricht sehr gut Deutsch und
spielt Theater.
Mentor: Fabian Busch.
Fabian Busch spielte 1993 seine erste Hauptrolle in Wolfgang Kohlhaases
Inge, April und Mai. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen
Hans Christian Schmids Hacker-Thriller 23 (1998) und
Liegen lernen nach Frank Goosens Bestseller (2003). Im
Fernsehen spielte er unter anderem in Klemperer - ein Leben in
Deutschland (1999) und Deutschlandspiel (2000). Zuletzt
war Fabian Busch im Kino in Video Kings (2007) von Daniel
Acht zu sehen, der auch auf dem 18. Kinofest Lünen gezeigt wird.
Die Schülerjury 16+ vergibt beim 18. Kinofest Lünen einen mit
2.500 Euro dotierten Preis an einen Film im Wettbewerb um die LÜDIA.
Der Preis wurde zum dritten Mal in Folge gestiftet von Landrat
Michael Makiolla.
Das 18. Kinofest lädt zusammen mit Fabian Busch alle ehemaligen
Mitglieder der Schülerjurys 16+ zu einem Klassentreffen
während des 18. Kinofests Lünen ein. Am Samstag, den 17. November
2007, werden sich die Juroren gemeinsam Fabian Buschs neuesten Film
Video Kings anschauen und anschließend feiern.
Vor drei Jahren beurteilten beim Kinofest Lünen zum ersten Mal zwei
Schülerjurys in verschiedenen Altersgruppen die Wettbewerbe. Von
Anfang an hat der Schauspieler Fabian Busch die Aufgabe übernommen,
die Mitglieder der älteren Jury - Schülerjury 16+ - als
Mentor zu betreuen, mit ihnen die Filme zu sehen, zu diskutieren und
bei der Entscheidungsfindung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Alle ehemaligen Mitglieder der Schülerjurys 16+ sind nun eingeladen,
am Samstag, den 17. November 2007, in die Cineworld zum Kinofest Lünen
zu kommen. Auf dem Programm steht ein gemeinsamer Besuch von Fabian
Buschs Film Video Kings (18.30 Uhr), zusammen mit der aktiven
Jury 2007, danach ist Zeit, Erfahrungen auszutauschen, Freundschaften
zu erneuern und einfach nur zu feiern. Und ab 22 Uhr lockt natürlich
das Nachtcafé des Festivals.
Vom 15. bis 18. November 2007 feiert das Kinofest Lünen seinen 18.
Geburtstag mit insgesamt 53 kurzen und langen deutschen Produktionen.
29 davon werden in den Wettbewerben gezeigt, 24 in den
Sonderprogrammen. Erstmals vergibt das Kinofest Lünen in diesem Jahr
den mit 2.500 Euro dotierten Preis für die beste Filmmusik, zwei
weitere, einmalige Preise werden im Extra ZUKUNFT und im Extra SPORT
verliehen. Damit vergibt das Kinofest Lünen 2007 zehn mit insgesamt
25.000 Euro und diversen Förderleistungen dotierte Preise.
Wettbewerb LÜDIA
Eine „Renaissance des Genrekinos“ konstatiert Festivalleiter Michael
Wiedemann im Lüner Wettbewerb für Langfilme: „Wir haben bei den
Einreichungen eine erfreuliche Wende zu mehr Vielfalt in Themenwahl und
Machart festgestellt“, so Wiedemann. „Die jungen Filmemacher wagen sich
unerschrocken an Krimis oder Komödien, sogar Horrorfilme, und das höchst
gekonnt.“
Das große Thema im Wettbewerb ist die Familie, sei es als Komödie oder
Drama. In der Komödie Wir sagen Du! Schatz (Regie: Marc Meyer) entführt
sich ein einsamer Mann zu Weihnachten einfach eine Familie zusammen. In
Blindflug (Regie: Ben von Grafenstein) und Der blinde Fleck (Regie: Tom
Zenker) müssen die Protagonisten damit fertig werden, dass ihre Familien
zu zerfallen drohen, während mit Jakobs Bruder von Daniel Walta ein Road
Movie dabei ist, in dem zwei Brüder sich wieder zusammenraufen müssen.
Mit Leroy liefert Armin Völckers eine witzige Komödie ab, in der der
schwarze Held sich ausgerechnet in ein Mädchen verliebt, deren Familie
selbst ihre Wellensittiche nach Hitlers Helfern tauft. Auf Sinnsuche in
Asien sind die fünf jungen Leute in Sonja Heiss’ Hotel Very Welcome,
während Andy Fetschers Horrorfilm Bukarest Fleisch in hyperstilisierten
Bildern ein beklemmendes Szenario um genmanipuliertes Fleisch entwirft.
Die drei Dokumentationen im Wettbewerb rücken drei ganz unterschiedliche
Persönlichkeiten in den Mittelpunkt: Marcel Wehn nähert sich in Von
einem der auszog Wim Wenders’ frühen Jahren an, Sigrid Klausmann-Sittler
portraitiert in Fliegen wirst du noch! einen Stelzenläufer in der
Ukraine und Jonas Grosch schließlich folgt Christof Wackernagel,
Schauspieler und Ex-RAF-Mitglied, in Der Weiße mit dem Schwarzbrot nach
Afrika. „In allen drei Filmen erreichen die Filmemacher eine
erstaunliche Nähe zu ihren Protagonisten“, so Wiedemann.
Der Hauptpreis im Langfilmwettbewerb ist der mit 10.000 Euro dotierte
Publikumspreis LÜDIA, zu dem außerdem die Untertitelung des Films und
die Förderung im Auslandsvertrieb gehören. Außerdem konkurrieren die
Produktionen um den Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel und den
Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+, über den eine Jury aus Schülern
entscheidet, sowie erstmals um den Preis für die beste Filmmusik.
Kurzfilmwettbewerbe ERSTE HILFE und ERSTER GANG
Elf kurze Filme unter 20 Minuten bewerben sich in Lünen um den Preis
ERSTE HILFE, der mit 1.600 Euro dotiert ist. Zusätzlich erhält der
Gewinnerfilm eine Untertitelung und eine Präsentation beim
Partnerfestival 13. Berlin & Beyond in San Francisco. Im Wettbewerb
ERSTER GANG treten vier mittellange Kurzfilme ab 20 Minuten an,
ebenfalls um einen mit 1.600 Euro dotierten Preis. Genau beobachtete
Milieustudien, präzise erzählte Geschichten und Genreübungen, liebevoll
gestaltete Animationen, mit Themen, die vom Psychoduell in der
Führungsetage eines Konzerns über das Portrait eines behinderten jungen
Mannes, von der ersten Verabredung eines 12-jährigen bis zur Suche eines
verwitweten Bauern nach einem Neuanfang reichen, zeigt Lünen in den
beiden Wettbewerben.
„Wir haben in diesem Jahr ein sehr hohes Niveau bei den Einreichungen
erlebt - ganz offensichtlich war 2007 ein gutes Jahr im deutschen
Kurzfilm und wir sind stolz auf ein gehaltvolles Wettbewerbsprogramm“,
fasst die stellvertretende Festivalleiterin Kathrin Bessert zusammen.
Mit sieben der insgesamt 15 Kurzfilme sind die freien Produktionen in
der Überzahl, bei den Hochschulen liegen die Berliner HFF „Konrad Wolf“
mit drei Beiträgen und die Kölner KHM mit zwei Arbeiten vorn. Elf
Spielfilme, drei Animationen und ein kurzer Dokumentarfilm gehen ins
Rennen.
Kinderfilmwettbewerb RAKETE
Im Kinderfilmwettbewerb des Kinofests Lünen stellen sich vier Beiträge
dem Urteil einer Jury aus Kindern - und dem Publikum: Der mit 3.000 Euro
dotierte Preis RAKETE wird per Publikumsabstimmung ermittelt. Außerdem
beurteilt die Schülerjury des Kreises Unna 10+ die Arbeiten - eine
Animation und drei Spielfilme - und vergibt den mit 2.500 Euro dotierten
Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+. Im Wettbewerb sind Die drei
Räuber von Hayo Freitag nach Tomi Ungerer, Hände weg von Mississippi von
Detlev Buck, Ben Verbongs Herr Bello und Rennschwein Rudi Rüssel 2 von
Peter Timm.
Extra Sport
Handball, Fußball und Extrem-Klettern sind die drei Sportarten, die man beim Kinofest Lünen vom Kinosessel aus erleben kann. Mit dabei ist der frisch mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnete Spielverderber von Henning Drechsler und Georg Nonnenmacher, der witzig und einfühlsam drei Fußball-Schiedsrichter, einen Nachwuchs-Referee, einen erfolgreichen Profi und einen erfahrenen Senior, bei ihrer Arbeit begleitet. Projekt Gold von Winfried Oelsner ist die mitreißende und erfolgreiche Dokumentation der Handball-WM 2007 in Deutschland, während mit Am Limit der dritte Teil von Pepe Danquarts Trilogie der extremen Sportarten zu sehen ist. ACHTUNG: Einer dieser Filme hat die Chance, den Sportfilmpreis (in Zusammenarbeit mit den Ruhr Nachrichten) zu gewinnen, den das Publikum bestimmt.
Extra Retro
Hier hält das Kinofest zwei Raritäten für Cineasten bereit: 1981 erzählte der Episodenfilm Neonstadt fünf Geschichten über das Lebensgefühl der Jugend in der Großstadt damals. Punk, Mauerblümchen, Halbstarker, Landei, Gauner, sie alle suchen in München nach dem wahren Leben. Eine Rarität, die 1982 auf der Berlinale gezeigt wurde, und fünf jungen Regisseuren Gelegenheit gab, ihr Können zu zeigen: Gisela Weilemann, Helmer von Lützelburg, Johann Schmid, Wolfgang Büld und Dominik Graf. Der Film läuft in einem Doppelprogramm mit Helmer von Lützelburgs Was halten Sie vom Tod der Wilma Montesi?, einem vielschichtigen Experimentalfilm, der den Fall des italienischen Starlets Wilma Montesi rekonstruiert.
Extra Musik
Musik hat Tradition beim Kinofest: ostPunk! too much future von Carsten Fiebeler und Michael Boehlke zeichnet die Geschichte der Punk-Bewegung in der ehemaligen DDR nach, in einem totalitären System, wo eine Sicherheitsnadel an der falschen Stelle Gefängnis bedeuten konnte. Der Film tritt damit in gewissem Sinn die Nachfolge des letztjährigen LÜDIA-Gewinners Here We Come! an, der die Breakdance-Szene in der DDR zum Thema hatte. Komplementär dazu zeigt das Kinofest Mika Kaurismäkis neuen Film Sonic Mirror, eine Reise durch die Welt des Rhythmus mit dem legendären Jazz-Schlagzeuger Billy Cobham als Reiseführer.
Matinee und Lünen-Premieren
Eine weitere inoffizielle Lüner Tradition wird mit der diesjährigen Matinee fortgesetzt: Nach Die große Stille und Broken Silence kommt nun mit Dominik Grafs Das Gelübde ein dritter Film, der zumindest teilweise im Kloster spielt und damit ideal für den Sonntagvormittag geeignet ist. Mit den Lünen-Premieren dagegen zeigt das Kinofest Filme, die erfolgreich in deutschen Kinos gelaufen sind - aber noch nicht in Lünen selbst.
Und sonst?
Beim 3. Hallenfußball-Turnier messen sich wieder Branche, Sponsoren, Cineworld und das Kinofest-Komitee/Pro Lünen. KinofestPlus ist das Kinofest-Programm am Vormittag für Schüler und Lehrer. Im Nachtcafé im Jazz-Club Lünen trifft man sich am 16. und 17. November jeweils ab 22 Uhr, und die Sparkasse Lünen zeigt die schönsten Filmplakate aus der Sammlung von Knut Thamm-Bürger noch bis zum 23. November 2007.
Beim 18. Kinofest Lünen werden drei neue Preise erstmals beziehungsweise einmalig vergeben:
Der Preis für die beste Filmmusik
Um den Stellenwert der Musik im Film zu unterstreichen, wird 2007 zum ersten Mal eine Fachjury den Preis für die beste Filmmusik an einen Film im Wettbewerb um die LÜDIA vergeben. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert, gestiftet von Andrea und Jürgen Skok aus Lünen. Der neue Preis wird begleitet von einem Branchen-DIALOG zur Frage „Wer macht die Musik?“ am Samstag, 17. November 2007.
Die Jury:
Martin Todsharow (Filmkomponist)
Peter Timm (Regisseur)
Jörg Gerle (Journalist).
Der Zukunftspreis
„Auffällig viele eingereichte Kurzfilme in diesem Jahr beschäftigen sich mit dem Thema Zukunft, darunter viele sehr gelungene Arbeiten. Wir wollten dem Rechnung tragen und haben deshalb einen eigenen Wettbewerb eingerichtet, der 2007 einmalig stattfindet“, gibt Festivalleiter Michael Wiedemann an. Acht Filme bewerben sich nun um den mit 1.000 Euro dotierten Preis für die überzeugendste Zukunftsvision. Gestiftet wurde er von Britta Imdahl, Wally Ahrweiler (Schauspieleragentinnen) und Brit Possardt (Produzentin), die auch die Jury bilden.
Der Preis für den besten Sportfilm
Auch die drei Dokumentarfilme im Extra SPORT konkurrieren um einen 2007 einmalig vergebenen Preis. In Zusammenarbeit mit den Ruhr Nachrichten organisiert das Kinofest Lünen eine Publikumsabstimmung der besonderen Art: Zuschauer können am Stand der Ruhr Nachrichten im Kinofoyer für je einen Euro eine Stimmkarte erwerben und damit für ihren Lieblings-Sportfilm stimmen. Der Gewinnerfilm erhält den Gesamterlös aus dem Verkauf der Stimmkarten.
Neben den neuen Preisen treten die Filme in den Lüner Wettbewerben auch um die traditionellen Preise des Kinofests Lünen an: Die LÜDIA ist ein Publikumspreis und wird im Wettbewerb langer Spiel- und Dokumentarfilme vergeben. Sie besteht aus einer Bronzestatue und ist mit 10.000 Euro dotiert. Darüber hinaus umfasst sie die Untertitelung des Gewinnerfilms sowie einer Förderung im Auslandsvertrieb. Die Filme im Wettbewerb um die LÜDIA können außerdem den Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+ gewinnen, dotiert mit 2.500 Euro, die von Landrat Michael Makiolla gestiftet werden, sowie den Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel, dotiert mit Marketingleistungen im Wert von 5.000 Euro und verliehen, um auf die Bedeutung des Filmtitels für Vermarktung, Akzeptanz und Erfolg eines Films aufmerksam zu machen. Die Jury des Berndt-Media-Preises: Oliver Baumgarten (Journalist), Stefan Limbach (Produzent), Joachim Ortmanns (Produzent).
Im Kinderfilmwettbewerb RAKETE konkurrieren die Filme um einen Publikumspreis in Gestalt einer Rakete aus Glas und 3.000 Euro, gestiftet von Lüner Familien, sowie um den Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+, dotiert mit 2.500 Euro und gestiftet von Landrat Michael Makiolla. In den beiden Kurzfilmwettbewerben ERSTE HILFE und ERSTER GANG geht es jeweils 1.600 Euro, gestiftet von Lüner Apotheken (Erste Hilfe) und Lüner Gastronomen (Erster Gang). Beide Preise sind Publikumspreise. Der Siegerfilm des Wettbewerbs ERSTE HILFE erhält außerdem eine Untertitelung und wird auf dem 13. Berlin & Beyond Festival in San Francisco präsentiert.
Das 18. Kinofest Lünen verleiht 2007 erstmals den Preis für die beste Filmmusik an einen Film im Wettbewerb um die LÜDIA. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis, gestiftet von den Lüner Sponsoren Andrea und Jürgen Skok, soll auf die Bedeutung der Musik für den Film aufmerksam machen. Zusätzlich veranstaltet das Kinofest in Zusammenarbeit mit dem Film-Dienst am 17. November 2007 einen DIALOG, den Branchentreff des Kinofests, zum Thema Filmmusik.
Wer macht eigentlich die Musik im Film? Wer hat die Hoheitsrechte über die Tonspur, in welchem Spannungsverhältnis stehen Sound Designer, Komponist, Music Supervisor und Regisseur? Sind sich Filmschaffende und -konsumenten überhaupt der Bedeutung der Musik bewusst? Wie kommuniziert ein Filmkomponist mit dem Publikum? Und nicht zuletzt, was ist die Stellung des Komponisten innerhalb des Filmbetriebs, wie sieht er sich selbst zwischen eigener Kreativität und den Zwängen und Erfordernissen des Gesamtkomplexes Film? Um diese Fragen dreht sich der diesjährige Dialog des Kinofests Lünen.
Die Gäste und gleichzeitig Mitglieder der Jury des Filmmusikpreises sind:
Martin Todsharow, Filmkomponist (Elementarteilchen, Agnes und seine Brüder, Nichts als Gespenster)
Peter Timm, Regisseur (Meier, Ein Mann für jede Tonart, Rennschwein Rudi Rüssel)
Jörg Gerle, Musikredakteur des Film-Dienst
Moderator:
Horst Peter Koll, Chefredakteur des Film-Dienst
Termin und Ort:
Samstag, 17. November 2007, 11 - 12.30 Uhr
Konferenzsaal C, Stadthotel Lünen, Dortmunder Str. 10, Lünen
Die Teilnahme am DIALOG ist kostenlos, Anmeldung erbeten bis zum 9. November 2007 unter info@kinofest-luenen.de.
Das 18. Kinofest Lünen verleiht 2007 erstmals einen Preis für die beste Filmmusik an einen Film im Wettbewerb um die Lüdia. Gestiftet von der Kanzlei Skok, vertreten durch die Inhaber Andrea und Jürgen Skok, beide Mitglieder des Fördervereins Pro Lünen e.V., soll der mit 2.500 Euro dotierte Preis, der von einer neuen Jury vergeben wird, auf die Bedeutung der Musik für den Film aufmerksam machen.
Filmmusik gilt immer noch oft als Nebensache, die sich vor allem dem Bild auf der Leinwand unterzuordnen hat und im Kinosaal möglichst unterbewusst in die Ohren sickern soll. Aber man muss sich nur die Duschszene in Alfred Hitchcocks „Psycho“ ohne Bernard Hermanns peitschende Geigen vorstellen, oder Wolfgang Petersens „Das Boot“ ohne Klaus Doldingers treibende Jazzmusik, um zu erkennen, dass Musik für die Wirkung eines Films eine entscheidende Rolle spielt. Das Kinofest Lünen würdigt diese Leistung nun mit einem neuen Preis.
Der Lüner Preis für die beste Filmmusik geht an einen Film im Wettbewerb um die Lüdia. „Ich war immer ein großer Fan von John Carpenter und möchte mit diesem Preis dazu beitragen, guter Filmmusik in Deutschland mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen“, so die Stifterin Andrea Skok. Festivalleiter Michael Wiedemann und Kathrin Bessert: „Dieser Preis ist ein wunderbares Instrument, die exzellente musikalische Leistung in so vielen deutschen Produktionen zu würdigen. Und wir hoffen, dass er nicht nur der Jury, sondern auch dem ganzen Kinofest-Publikum die Ohren öffnet.”
Lünen, 14. August 2007 18. Kinofest Lünen, 15. - 18. November 2007 „Lünen ist die Härte” Lünen wird volljährig
Das Familienfest des deutschen Kinos wird volljährig: Vom 15. bis 18. November 2007 feiert das Kinofest Lünen seinen 18. Geburtstag, wie immer mit Wettbewerben und Sonderprogrammen, Expertenrunden, Stars und Gästen und natürlich der legendären entspannten Lüner Atmosphäre. Anmeldeschluss für lange und kurze Wettbewerbsfilme ist der 31. August 2007, das Anmeldeformular steht auf www.kinofest-luenen.de zum Download bereit.
Mit 7.200 Besuchern schloss das 17. Kinofest Lünen 2006 wieder mit einem Besucherrekord ab. Stars und Regisseure wie Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Rolf Zacher, Fabian Busch oder Stipe Erceg, Chris Kraus, Birgit Möller und viele andere stellten ihre Filme im Cineworld Lünen dem Publikum vor.
Lünen bürgt für Qualität: Mehr als 70 Preise und Auszeichnungen sammelten die Filme aus dem Lüner Programm 2006 im In- und Ausland ein. Allen voran natürlich der Oscar für den Eröffnungsfilm 2006, „Das Leben der Anderen“, dazu deutsche und europäische Filmpreise für „Das Leben der Anderen“, „Vier Minuten“ und „Wer früher stirbt ist länger tot“ sowie Preise für Lang- und Kurzfilme auf Festivals von Vancouver bis Shanghai.
Zum 18. Geburtstag haben die Festivalleiter Mike Wiedemann und Kathrin Bessert ein Geschenk für alle Filmfans bereit: Festivalbesucher, die während des Kinofests volljährig werden, bekommen gegen Vorlage des Personalausweises freien Eintritt zu den Filmvorführungen.
Mit dem Abschlussfilm "Vier Minuten" von Chris Kraus und den Gästen Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Chris Kraus sowie Produzentin Meike Kordes ging am Sonntag, 19. November, das 17. Kinofest Lünen zu Ende. Die Lüdia ging an Nico Raschick für seinen Dokumentarfilm "Here We Come" über Breakdance und Hip Hop in der DDR. Festivalleiter Michael Wiedemann zeigt sich zufrieden über gesteigerte Zuschauerzahlen.
Mit 7.200 Zuschauern kann Michael Wiedemann in seinem zweiten Jahr als Festivalleiter in Lünen eine Steigerung bei den Zuschauerzahlen verzeichnen. Auf großes Interesse vor allem beim Fachpublikum stieß das EXTRA Schweiz mit fünf Schweizer Filmen und einer Dialogveranstaltung zwischen schweizerischen und deutschen Filmschaffenden.
Überraschend: Die Lüdia ging zum zweiten Mal in ihrer Geschichte an einen Dokumentarfilm, Nico Raschicks "Here We Come", ein lebhaftes Porträt der ostdeutschen Generation Breakdance. Damit folgt er Sebastian Winkler, der mit "Sieben Brüder" 2003 die Lüdia gewann. Auch die Schülerjury 16+ zeichnete einen Dokumentarfilm aus, Alexander Adolphs "Mein anderes Leben - Der Hochstaplerfilm", das faszinierende Porträt von vier Männern, die alle auf unterschiedliche Art erfolgreiche Betrüger waren.
Großen Applaus gab es für den Abschlussfilm des Kinofests Lünen, Chris Kraus' "Vier Minuten", ebenso wie für die Hauptdarstellerinnen Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung, den Regisseur und die Produzentin Meike Kordes, die den Film, der am 1. Februar 2007 in den Kinos startet, in Lünen persönlich vorstellten.
Das 18. Kinofest Lünen findet vom 15. bis 18. November 2007 statt.
Die Lüdia geht an: Here We Come
Nico Raschick, 2006
Die Lüdia ist dotiert mit 10.000 Euro plus Untertitelung des Gewinnerfilms, Förderung im Auslandsvertrieb und Präsentation auf dem Partnerfestival "12. Berlin and Beyond" im Januar 2007 in San Francisco. Die Lüdia ist ein Publikumspreis.
Die Rakete geht an: TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine
Tomy Wigand, 2006
Die Rakete ist dotiert mit 3.000 Euro. Die Rakete ist ein Publikumspreis.
Der Kurzfilmpreis "Erste Hilfe" geht an: Der Aufreißer
Steffen Weinert, 2006 (13 min)
Der Kurzfilmpreis "Erste Hilfe" wird verliehen an einen Kurzfilm mit einer Länge von unter 20 Minuten und ist dotiert mit 1.600 Euro plus Untertitelung des Gewinnerfilms und Präsentation auf dem Partnerfestival "12. Berlin and Beyond" im Januar 2007 in San Francisco. Der Kurzfilmpreis "Erste Hilfe" ist ein Publikumspreis.
Der Kurzfilmpreis "Erster Gang" geht an: Ketchup Connection
Moritz Laube, 2005 (30 min)
Der Kurzfilmpreis "Erster Gang" wird verliehen an einen Kurzfilm mit einer Länge von über 20 Minuten und ist dotiert mit 1.600 Euro plus Untertitelung des Gewinnerfilms und Präsentation auf dem Partnerfestival "12. Berlin and Beyond" im Januar 2007 in San Francisco. Der Kurzfilmpreis "Erster Gang" ist ein Publikumspreis.
Der Berndt-Media-Preis für den besten Filmtitel geht an: Die Unzerbrechlichen
Dominik Wessely und Marcus Vetter, 2006
Der Berndt-Media-Preis ist dotiert mit Marketingleistungen im Wert von 5.000 Euro, gestiftet vom Bochumer Berndt-Media-Verlag, und wird von einer Jury aus Persönlichkeiten der Filmbranche verliehen.
Die Jury: Oliver Baumgarten (SCHNITT, Köln), Nicole Gerhards (NiKofilm, Berlin), Joachim Ortmanns (Lichtblick Film- und Fernsehproduktion, Köln).
Der Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+ geht an: Mein anderes Leben - Der Hochstaplerfilm
Alexander Adolph, 2006
Der Schüler-Filmpreis 16+ ist dotiert mit 2.500 Euro und wird von einer Jury aus Schülern aus dem Kreis Unna im Alter von 16 Jahren und aufwärts an einen Film aus dem Wettbewerb um die Lüdia verliehen.
Die Jury: Kai Bengelsdorf (18), Nele Fischer (16), Carola Hübler (18), Philipp Quast (19), Daniela Schmidt (17), Niklas Scholz (16). Mentor der Jury: Fabian Busch.
Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+ Mein Name ist Eugen
Michael Steiner, CH 2005
Der Schüler-Filmpreis 10+ ist dotiert mit 2.500 Euro und wird von einer Jury aus Schülern aus dem Kreis Unna im Alter zwischen 10 und 15 Jahren an einen Film aus dem Wettbewerb um die Rakete verliehen.
Die Jury: Felix Fischer (15), Franziska Flume (11), Jonas Günster (12), Nathalie-Jessica Hartmann (13), Lara Resch (12), Hasret Yildirim (13). Mentorin der Jury: Julia Schmidt.
Das 17. Kinofest Lünen freut sich auf zahlreiche Filmemacher und Schauspieler, die ihre Filme vom 16. bis 19. November persönlich in Lünen vorstellen und dem Publikum in den Lüner Filmgesprächen Rede und Antwort stehen werden.
Starke Frauenrollen dominieren die diesjährige Filmauswahl beim Kinofest Lünen, starke Schauspielerinnen werden ihre Filme beim Festival vorstellen. Dazu gehören unter anderem Anna Maria Mühe ("Was nützt die Liebe in Gedanken", Goldene Kamera 2006 als beste Nachwuchsdarstellerin), die gemeinsam mit Regisseurin Kerstin Ahlrichs ihren neuen Film "Sieh zu, dass du Land gewinnst" vorstellt. Hannah Herzsprung machte mit ihrer Rolle in "Vier Minuten" (Kinostart Februar 2007) in Hof und Shanghai Furore. Die zweite Hauptrolle in diesem Film spielt Monica Bleibtreu, eine der besten deutschen Theater- und Filmschauspielerinnen. In Lünen präsentieren beide zusammen mit Regisseur Chris Kraus den Film als Abschlussgala. Agata Buzek, in ihrer Heimat Polen längst ein Theater- und Filmstar, spielt die Hauptrolle in "Valerie", der auf Festivals von Paris bis Kiev Aufsehen erregt hat. Sie kommt zusammen mit Regisseurin Birgit Möller nach Lünen. Schauspielerin Susanne-Marie Wrage hat vom Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin des Landes NRW 1992 bis zum Goldenen Leoparden in Locarno 2002 zahlreiche Auszeichnungen gesammelt, zuletzt beeindruckte sie in Andres Veiels "Der Kick". Sie stellt in Lünen den Schweizer Spielfilm "Nachbeben" vor.
Rolf Zacher, Uwe Bohm, Mary Ketikidou und viele andere feiern bei der Vorführung von "Die Heartbreakers" ein Wiedersehen in Lünen. Hauptdarsteller Stipe Erceg ("Die fetten Jahre sind vorbei"), Schauspielerin Lisa Maria Potthoff ("Soloalbum", "Am Tag, als Bobby Ewing starb") und Regisseur Patrick Tauss präsentieren den Wettbewerbsbeitrag "Kahlschlag". Vier von fünf Regisseuren des Episodenfilms "Die österreichische Methode" - Florian Mischa Boeder, Peter Bösenberg, Erica von Moeller, Gerrit Lucas - sind da, ebenso wie die Schauspielerinnen Maja Beckmann (bekannt aus der Serie "Stromberg" und zur Zeit im Bochumer Schauspielhaus als Grille in Murakamis "Afterdark" auf der Bühne zu sehen), Lilia Lehner und Julie Bräuning (Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin des Landes NRW 2005). Billie Zöckler, Samy Orfgen und Dana Stievermann stellen sich gemeinsam mit Regisseur Helmer von Lützelburg dem Publikum bei der Wiederaufführung der 80er Jahre Kultkomödie "Im Himmel ist die Hölle los." Regisseur Ian Dilthey (Goldener Leopard 2002 für "Das Verlangen") zeigt seinen neuen Film "Gefangene" im Wettbewerb um die Lüdia.
Für den Kinderfilmwettbewerb Rakete werden einige der jungen Stars nach Lünen kommen - Jannis Niewöhner (Tim), der im letzten Jahr in Lünen in "Der Schatz des weißen Falken" auf der Leinwand zu sehen war, und Svea Bein (Gaby) berichten von ihren Erfahrungen beim Dreh von "TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine", Thelma Heintzelmann (Paula), Constanze Spranger (Jenny), Albert "Alberto" Berisa (Radu) und Jülide Girisken (Ioana) kommen mit Regisseur Gernot Krää für den Film "Paulas Geheimnis".
Michael Steiner(Regisseur von "Mein Name ist Eugen", "Grounding") und Michael Sautor (Autor der beiden Filme), die mit diesen beiden Filmen zwei der größten Schweizer Publikums- und Kritikererfolge der letzten Jahre gemacht haben. Sabine Gisiger, eine der bekanntesten Dokumentarfilmerinnen der Schweiz, wird ihre Dokumentation "Gambit" vorstellen, Robert Ralston präsentiert gemeinsam mit Drehbuchautor und Hauptdarsteller Felix Theissen das Road Movie "Drum Bun (Bon Voyage)".
Zahlreiche weitere Darsteller, Regisseure, Produzenten und Autoren haben ihr Kommen zugesagt.
Am Mittwoch, 15. November 2006, liest Rolf Zacher ab 19.30 Uhr im Cineworld Lünen aus seinen bei Erscheinen hoch gelobten und heute vergriffenen Erinnerungen „Endstation Freiheit“. Die Lesung ist inoffizieller Auftakt des 17. Kinofests Lünen, das am Donnerstag, den 16. November, feierlich eröffnet wird.
Zacher, der beim Kinofest Lünen am 17. November auch den Film „Die Heartbreakers“ vorstellt, hat sich mit der Darstellung von gebrochenen Charakteren und sozialen Randfiguren einen Namen gemacht. Aber auch im Leben hat er einige Höhen und Tiefen durchgemacht. 1941 in Berlin geboren, besuchte Zacher nach einer Bäcker- und Konditorlehre die Schauspielschule, arbeitete in Dutzenden von Jobs, um Geld zu verdienen, aber auch, um in die verschiedensten Milieus einzutauchen.
Anfang der sechziger Jahre gründet er eine kleine Studiobühne in Kreuzberg und wird für den deutschen Film entdeckt, wo er von Anfang an Hauptrollen besetzt. Nach einem schweren Autounfall 1969 bekommt Zacher stark morphiumhaltige Medikamente verschrieben, und als diese seine Schmerzen nicht mehr lindern können, betäubt er sie mit Heroin und wird abhängig. Nach unzähligen Entziehungsversuchen, nach jahrelangen Gefängnisaufenthalten und etlichen sozialen und gesellschaftlichen Demütigungen schafft es Rolf Zacher nach fast zehn Jahren, sich von der Geißel Heroin zu befreien und ein neues Leben zu beginnen.
„Eine beeindruckende und wahrhaftige Autobiographie, die sich liest wie der beste Roman.“, schreibt amazon.de, „Mal nicht die üblich geschönte Promi-Biografie“, meint buchtips.net.
15. November 2006
19.30 Uhr
Cineworld Lünen
Eintritt: 6,90 Euro
Reservierung: Tel.: 02306/927.280 oder online über www.cineworld-luenen.de
Zum zweiten Mal vergeben beim 17. Kinofest Lünen zwei Jurys aus Schülern und Schülerinnen des Kreises Unna mit jeweils sechs Mitgliedern Preise in den Wettbewerben um die Lüdia und die Rakete. Die 12 Jurymitglieder 2006 wurden aus genau 100 Bewerbungen ausgesucht, in denen sie unter anderem gebeten wurden aufzuschreiben, was für einen Film sie drehen würden, wenn sie Filmemacher wären.
Die jüngere Jury, deren Mitglieder 10 bis 15 Jahre alt sind, wird den „Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+“ im Kinderfilmwettbewerb vergeben. Als Mentorin aus der Filmbranche steht ihnen die Schauspielerin Julia Schmidt (Bluthochzeit, im Tatort Verlorene Töchter am 10. November 2006 in der ARD zu sehen) zur Seite.
Die Jury 16+, deren Mitglieder mindestens 16 Jahre alt sind, vergibt den „Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+“ an einen Film aus dem Wettbewerb um die Lüdia, unterstützt von ihrem Mentor, dem Schauspieler Fabian Busch (Der Untergang, Liegen Lernen, in Lünen auch in dem Kurzfilm Kosher im Wettbewerb Erste Hilfe zu sehen).
Die Preise der Schülerjurys sind mit je 2.500 Euro dotiert, gestiftet vom Landrat Michael Makiolla. Beide Mentoren sind in diesem Jahr zum zweiten Mal dabei.
Die Mitglieder der Schülerjury 10+
Felix Fischer , 15, vom Gymnasium Altlünen, hat mit Freunden schon mal einen Science Fiction-Film gedreht. Dabei haben sie das Drehbuch geschrieben, die Rollen besetzt, mit der Greenbox gearbeitet und die Kulissen gebaut.
Franziska Flume , 11, von der Ludwig-Uhland-Realschule, war die erste, die sich beworben hat. Ihr Film erzählt die Geschichte eines Pferdes mit zu kurzem Bein, das trotzdem am Ende den Sieg erringt.
Jonas Günster , 12, vom Gymnasium Altlünen, würde gerne einen Film über Gut und Böse drehen, er würde einen Fährmann spielen, der über alles Bescheid weiß und eingreift, wenn es nötig ist.
Nathalie-Jessica Hartmann , 13, von der Achenbach Hauptschule, würde in einem Film Drogenprobleme bei Jugendlichen thematisieren.
Lara Resch , 12, vom Gymnasium Altlünen, gibt in ihrer Bewerbung Julia Schmidt als Lieblingsschauspielerin an und würde gerne einen Film über Ausreißer drehen.
Hasret Yildirim , 13, von der Geschwister Scholl Gesamtschule, würde einen Film über Kinder mit Zauberkräften drehen, die hart trainieren, um sich zu stärken.
Die Mitglieder der Schülerjury 16+
Kai Bengelsdorf , 18, vom Gymnasium Altlünen, würde einen Film über ein sozial schwaches Stadtviertel drehen, in dem die Situation ohne erkennbaren Grund eskaliert.
Nele Fischer , 16, vom Gymnasium Altlünen, sieht gerne Franka Potente und Julia Jentsch und würde einen sehr stillen Film mit atemberaubenden Kamerafahrten drehen.
Carola Hübler , 18, vom St. Christophorus Gymnasium in Werne, guckt am liebsten französische Spielfilme. Sie würde eine politische Dokumentation über die französischen Banlieus drehen.
Philipp Quast , 19, vom Gymnasium Selm, würde einen Thriller oder eine Komödie drehen, „irgendwo zwischen Pulp Fiction, Ocean´s Eleven und Snatch“.
Daniela Schmidt, 17, vom Pestalozzi-Gymnasium in Unna, würde einen Film über Freundschaft zur Zeit des Nationalsozialismus drehen.
Niklas Scholz , 16, vom Freiherr-vom-Stein Gymnasium, wäre in einem Film gerne der Bösewicht.
1983 zogen sie in dem gleichnamigen Film von Peter F. Bringmann aus, als Band „Die Heartbreakers“ die Konzertbühnen zu erobern. Am Freitag, den 17. November, präsentiert das Kinofest Lünen „Die Heartbreakers“ in seinem Extra „Musik“ im Cineworld Lünen, und alle Hauptdarsteller von damals versammeln sich in Lünen: Freytag (Sascha Disselkamp), Schmittchen (Uwe Bohm), Guido (Hartmut Isselhorst), Horn (Mark Eichenseher) und „Manager“ Pico (Michael Klein), ebenso wie Lisa (Mary Ketikidou) und ihr Vater (Rolf Zacher). Anwesend ist auch der Produzent des Films: Festivalleiter Michael Wiedemann, der 1983 in Berlin den Bundesfilmpreis („Silbernes Band“) bekam.
Während Darsteller wie Uwe Bohm und Mary Ketikidou als Schauspieler Karriere machten, blieben einige der Nebendarsteller bei der Musik. Zur Vorführung des Films spielen zwei der „Short Boys“ - im Film als Jungenband Konkurrenten im großen Ruhr-Beatfestival. Heute machen die Brüder Gerlach immer noch Musik als „Los Gerlachos“ und stimmen mit Hits aus den 60er Jahren auf den Film ein.
Eine ganz besondere Premiere feiert das 17. Kinofest Lünen, das vom 16.
bis 19. November 2006 im Cineworld Lünen stattfindet, schon jetzt: Als erstes
Filmfestival der Welt kann das Kinofest auf ein nach ihm benanntes Zertifikat
verweisen. Extra für das 17. Kinofest entwickelt, ist das „Kinofest-Zertifikat“ ein
exklusives Produkt der Sparkasse Lünen in Zusammenarbeit mit der West LB.
Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 30. November 2006.
Filmfans, die investieren
wollen, sollten sich beeilen: Die ersten 150 Zeichner erhalten je zwei Karten
für die Kinofest-Matinée am Sonntag, 19.
November 2006 um 11 Uhr im Cineworld Lünen. Auf dem Programm steht der
passende Film: „Die Unzerbrechlichen“, ein Dokumentarfilm von Dominik
Wessely und Marcus Vetter über den erfolgreichen Neubeginn der bayerischen
Glasmanufaktur Theresienthal drei Jahre nach deren Zusammenbruch im Jahre 2001.
Anschließend findet ein Sektempfang mit Imbiss statt.
Wettbewerb Lüdia: Dokumentarfilme und starke Frauen
Insgesamt
10 Filme treten beim 17. Kinofest Lünen im Wettbewerb
um die bronzene Lüdia, den Berndt-Media-Preis (gestiftet
vom Bochumer Berndt-Media-Verlag) für den besten Filmtitel
und den Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 16+ an. Mit vier
Arbeiten ist in diesem Jahr der Dokumentarfilm stark vertreten
- vom Sohn Gottes über DDR-Breakdancer bis zu Glasbläsern
und Hochstaplern eröffnen die Filmemacher den Zuschauern
Einblicke in ganz unterschiedliche Welten.
Es sind zumeist Frauen,
die im Mittelpunkt der Spielfilme im Wettbewerb stehen. Dabei
haben die Filmemacher keine Angst vor
Extremen. In einfühlsamen und intensiven Portraits folgen
sie ihren starken Protagonistinnen im Kampf gegen Einsamkeit,
Verzweiflung oder schwierige Lebenssituationen.
Wettbewerb Rakete:
Nicht nur für Kinder
Vier Kinderfilme gehen ins Rennen um
den Lüner Kinderfilmpreis
Die Rakete und den Schüler-Filmpreis des Kreises Unna 10+.
Mit dabei sind Lapislazuli – Im Auge des Bären,
TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine,
Paulas Geheimnis und erstmals auch eine Schweizer Produktion,
die preisgekrönte
Lausbubenkomödie Mein Name ist Eugen.
Kurzfilmwettbewerbe
Erste Hilfe und Erster Gang: Abgedreht
Ein Kurzfilm wird allein
durch seine Länge definiert –
so hat das Kinofest Lünen zwei Kurzfilmwettbewerbe, einen
für Arbeiten bis 15 Minuten Länge, Erste Hilfe, und
einen für Produktionen bis 40 Minuten Länge, Erster
Gang. Die Gewinner beider Wettbewerbe erhalten jeweils einen
Geldpreis, die Untertitelung des Films und werden wie die Lüdia-Gewinner
in San Francisco beim Partnerfestival Berlin & Beyond gezeigt.
Sponsoren der Kurzfilmpreise sind Holland Subtitling und German
Films.
Vier Filme bewerben sich um den Kurzfilmpreis Erster Gang,
13 Filme um den Kurzfilmpreis Erste Hilfe. Charakteristisch für
beide Programme ist die enorme Vielfalt: Der Irakkrieg wird mit
Spielzeugfiguren nachgestellt, Videospielfreaks gehen ihrer Leidenschaft
nach, zwei Jäger finden sich auf einer rätselhaften
Insel wieder, eine Kurzgeschichte von Edgar Alan Poe wird in
eine mitreißende Animation verwandelt – Thriller, Beziehungsdrama,
Animation, Dokumentation, Komödie, hier ist alles drin.
Alle Kurzfilmregisseure werden ihre Filme in Lünen persönlich
vorstellen.
Um formal oder thematisch extreme Filme geht es in diesem Programm. Der
Lüner Filmemacher Ralf Möllenhof lässt in seiner in Lünen
gedrehten Low-budget-Produktion Dead Eyes Open die Zombies
von der Leine lässt, während Peter Doerfler in seiner Dokumentation Der
Panzerknacker einen zeitweilig höchst erfolgreichen Bankräuber
portraitiert. In Losers and Winners dokumentieren Ulrike
Franke und Michael Loeken das Aufeinanderprallen zweier Arbeitswelten
– China und Deutschland – beim Abbau der Dortmunder Kokerei Kaiserstuhl
zum Verkauf nach China.
Schweiz: Hopp Schwiiz!
Der Schweizer Film erlebt zurzeit ein Hoch an den heimischen
Kinokassen ebenso wie bei Festivals im In- und Ausland; das Kinofest
Lünen präsentiert eine Auswahl von Produktionen aus dem Filmwunderland.
Dazu gehört Sabine Gisigers hoch gelobter Dokumentarfilm Gambit, der
einen Blick hinter die Kulissen des Weltkonzerns Hoffmann-La Roche und
dessen Reaktionen auf die Seveso-Katastrophe wirft. Michael Steiners
und Tobias Fueters Grounding – Die letzten Tage der Swissair ist
ein spannender Wirtschaftskrimi, der Thriller und Dokumentation vermischt.
Die junge Filmemacherin Stina Werenfels legt mit ihrem Spielfilm Nachbeben ein
eindrucksvolles Regiedebüt vor, in dem sie mit scharfer Beobachtungsgabe
die Einsamkeit und Ängste hinter den gesellschaftlichen Fassaden
bloßlegt. Robert Ralston dagegen folgt in seiner Komödie Drum
Bun (Bon Voyage) einem unbeholfenen Deutschen in die rumänische
Provinz. Den Kinderfilm vertritt Mein Name ist Eugen, eine
Lausbubenkomödie, die nicht nur Schweizer Kassenschlager 2005 war,
sondern auch den Schweizer Filmpreis 2006 bekam (auch im Kinderfilmwettbewerb
Die Rakete). Drei Kurzfilme komplettieren als Vorfilme den Rundgang durch
das Schweizer Filmwunder. In der diesjährigen Fachveranstaltung
DIALOG wird es ebenfalls um das „Filmwunder Schweiz“ gehen.
Das Programm wird unterstützt von Swissfilms, dem Schweizer Generalkonsulat
Düsseldorf und der MEDIA Antenne Düsseldorf.
Musik: Kultverdächtig
Schlager, Breakdance, Unterhaltungsfernsehen, Beat, hier ist alles drin.
Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass es in der DDR eine Breakdance-Szene
gab? Und zwar eine, die es von den Kinder- und Jugendzimmern bis auf
die größten Bühnen der DDR schaffte. Nico Raschick zeichnet
in seiner Dokumentation Here We Come (auch im Wettbewerb
Lüdia) das Portrait einer bislang kaum beachteten 80er-Jahre-Generation
und ihrer Musik. Umstellen muss man sich dann bei Im Himmel ist
die Hölle los, der 80er-Jahre-Trash-Komödie um die
Wunderwelt des Schlagers und des Unterhaltungsfernsehens mit Dirk Bach,
Ralph Morgenstern und Billie Zöckler. Mit Jochen Hicks Hallelujah! als
Vorfilm. Den Abschluss macht Peter F. Bringmanns Die Heartbreakers von
1983, der die Geschichte einer Beat-Band im Ruhrgebiet der 60er Jahre
erzählt.
Wer sagt, dass es bei Filmfestivals Preise nur für Filme
und Filmschaffende gibt? Zum 17. Kinofest Lünen stiften Lutz Nennmann
und Meinolf Thies, Betreiber des Festivalkinos Cineworld Lünen,
erstmals einen Preis für das am besten zum Thema Kinofest dekorierte
Schaufenster. Bewerben können sich alle Ladeninhaber und -betreiber
im Stadtgebiet; dem oder der glücklichen Gewinner/in winkt eine
Jahreskarte für 2 Personen für die Cineworld Lünen und
eine Privatvorstellung für bis zu 30 Mitarbeiter/innen oder Freunde,
inklusive Popcorn.
Bei der feierlichen Abschlussgala des 17. Kinofests Lünen
am 19. November 2006 wird dieses Jahr somit ein weiterer, zusätzlicher
Gewinner gekürt: Der oder die Verantwortliche für das am besten
zum Thema Kinofest dekorierte Schaufenster! Ausgewählt wird der
Preisträger von einer fachkundigen Jury: Petra Fleck ,
Lebensgefährtin von Herrn Nennmann und Anja Thies ,
Ehefrau von Meinolf Thies, die „traditionsgemäß“ während
des viertägigen Kinofestes jede zeitliche Lücke zum Shopping
in der Stadt nutzen; diesmal – siehe unten – werden Sie inkognito auch
vorher ab und an umherschauen müssen…
Damit die fachkundige Jury weiß, was sie zu beurteilen hat, werden
alle Interessierten gebeten, sich bei der Cineworld Lünen anzumelden.
Teilnehmen können Ladeninhaber und -betreiber im Stadtgebiet Lünen.
Die Anmeldung kann per Email erfolgen an:
und sollte folgende Angaben enthalten: Name des Geschäfts, Adresse,
Name und Telefonnummer des Ansprechpartners / der Ansprechpartnerin.
Teilnahmebedingung ist zudem, dass jedes angemeldete Schaufenster ab
dem 01.11.2006 fertig gestellt und angemeldet ist und bis 19.11. einschließlich
unverändert dekoriert bleibt, damit die Jurymitglieder ab November „Streife
laufen“ können. Die Festival-Organisatoren stellen natürlich
allen Interessierten Plakate des diesjährigen Kinofests zur Verfügung.
Diese können ab dem 26. Oktober täglich zwischen 12 Uhr und
18 Uhr in der Cineworld abgeholt werden.
Wer hat Lust, Filme zu gucken, zu diskutieren, sie zu bewerten und schließlich
einen Preisträger zu bestimmen? Ab sofort können sich Schüler
und Schülerinnen im Landkreis Unna wieder als Jurymitglieder für
das 17. Kinofest Lünen bewerben. Gesucht werden sechs Juroren zwischen
10 und 15 Jahren für die Jury 10+ und sechs Juroren ab 16 für
die Jury 16+. Das Bewerbungsformular steht online unter www.kinofest-luenen.de,
Bewerbungsschluss ist der 23. Oktober 2006.
Zum zweiten Mal verleiht das Kinofest Lünen in diesem Jahr
die Schüler-Filmpreise des Kreises Unna. Die Schülerjury 16+
wird die Filme aus dem Wettbewerb um die Lüdia bewerten und ihrem
Favoriten einen mit 2.500 Euro dotierten Preis verleihen. Bei der Schülerjury
10+ geht es um die „Rakete“, den Preis für den besten Film im Kinderfilmwettbewerb,
der ebenfalls mit 2.500 Euro dotiert wird. Beide Preise stiftet der Landrat
des Kreises Unna, Michael Makiolla.
Die Aufgabe ist spannend: Alle Filme in den Wettbewerben sichten, diskutieren,
bewerten, schließlich einen Preisträger auswählen und am
letzten Festivalabend den Preis auf der Bühne übergeben. Das
Kinofest Lünen stellt beiden Jurys prominente Mentoren aus der Filmindustrie
als Berater zur Seite. Im letzten Jahr waren dies für die 10+-Jury
die Schauspielerin Julia Schmidt, bei der 16+-Jury beriet Schauspieler
Fabian Busch, der von der Aufgabe so begeistert war, dass er sie auch 2006
wieder übernimmt.
Bewerben können sich alle Schüler und Schülerinnen im Kreis
Unna, und zwar online. Wie es geht? Auf www.kinofest-luenen.de gehen, das
passende Bewerbungsformular öffnen, ausfüllen und mit einem Klick
losschicken.
das Fest für deutsche Filme vom 16. bis 19.
November 2006
Zum 17. Mal wird in diesem Jahr die Stadt Lünen am östlichen
Rand des Ruhrgebiets zum Zentrum der deutschen Filmbranche: Vom 16. bis
19. November 2006 feiert Lünen sein 17. Kinofest. Von Anfang an drehte
sich in Lünen alles um den deutschen Film, und so wurde das kleine,
aber feine Festival schnell zum Familientreffen der deutschen Filmszene.
Regisseure und Schauspieler kommen gern nach Lünen, um ihre neuen
Produktionen vor Publikum zu testen: Til Schweiger, Jürgen Vogel,
Barbara Auer und Nina Petri kamen in den letzten Jahren zum Festival, zu
den Stammgästen zählen auch Joachim Król und Peter Lohmeyer.
Das Publikum kommt gern, weil hier die interessantesten deutschen Filme über
die Leinwand flimmern - viele als Vorpremiere - und weil die Stars in Lünen
zum Greifen nah sind.
Insgesamt gehen beim 17. Kinofest Lünen wieder rund 50 Filme
an den Start. An drei Tagen präsentiert das Festival drei Wettbewerbe:
Die mit insgesamt 12.500 Euro dotierte „Lüdia“ winkt dem besten Langfilm
als Preis, die Kinderfilme gehen um die „Rakete“ ins Rennen und schließlich
warten zwei Preise auf die besten Kurzfilme. Das Besondere: in Lünen
gibt es keine Expertenjurys, hier entscheidet allein das Publikum. Alle
Preise werden von den Zuschauern oder, bei den Kinderfilmen, von Jurys
aus Schülern des Kreises Unna verliehen.
Dazu kommen Themenprogramme und Länderschwerpunkte, in diesem Jahr
wird das Filmland Schweiz mit einer Reihe von neuen Produktionen zu Gast
sein. Nicht zu vergessen natürlich die Events außerhalb des
Kinos, die das Festival abrunden: das Hallenfußballturnier, wo man
die Vertreter des deutschen Films gegen das Festivalteam kicken sehen kann,
das tägliche Nachtcafé zum Entspannen nach den Filmprogrammen,
Parties, Autogrammstunden, Galas... Lünen ist die Härte!
Das 17. Kinofest Lünen wird unterstützt von der Filmstiftung
NRW, der Stadt Lünen, der Sparkasse Lünen und vielen Sponsoren.
Festivalkino:
Cineworld Lünen
Im Hagen 3, 44532 Lünen
Kartenvorverkauf und -reservierung ab 14 Tage vor Festival beim Cineworld
Lünen: www.cineworld-luenen.de
Tel. 02306 - 927 280
Förderung für die Schulvorstellungen
des Kinofestes
Lünen - Ein Kinobesuch für weniger als zwei Euro? Vier Lüner
Firmen machen es für Kinder und Jugendliche möglich. Der Bauverein
zu Lünen, die Contzen Print GmbH, die Specto GmbH und die WBG Lünen
verschenken 2-Euro-Gutscheine für die Schulvorstellungen beim Kinofest
Lünen. Bei Vorlage der Gutscheine zahlen Schüler fürs
Kino nur 1,90 Euro.
Das Schulprogramm beim Kinofest Lünen heißt in diesem Jahr „KinofestPlus“.
An zwei Vormittagen können Schüler mit ihren Lehrern zusammen
fünf ausgewählte Filme des Festivals sehen. Beginn ist jeweils
um 9.30 Uhr. Die vier Lüner Firmen haben 2-Euro-Gutscheine für
die Schulvorstellungen erworben und geben sie umsonst an die Schüler
weiter. Lehrer aus dem Kreis Unna können für ihre Klassen direkt
bei den Firmen nach den Gutscheinen fragen.
Am Donnerstag, 10. November, läuft beim KinofestPlus der Kinderfilm „Erik
im Land der Insekten“, eine Geschichte über einen Jungen,
der durch Zauberkraft auf Insektengröße schrumpft und eine
ihm unbekannte Welt entdeckt. Er steht im Wettbewerb um den Kinderfilmpreis „Rakete“.
Ebenfalls zu sehen ist der Spielfilm „Bin ich sexy?“, der
im vergangenen Jahr die Lüdia gewann.
Am Freitag, 11. November, stehen drei Filme aus den aktuellen Wettbewerben
auf dem Programm. Bei „Vater und Feind“ geht es nicht nur
um eine Vater-Sohn-Geschichte, sondern auch um DDR-Vergangenheitsbewältigung. „Wahrheit
oder Pflicht“ erzählt von Annika, die es nicht schafft, ihren
Eltern die missglückte Versetzung und damit das Aus des Abis zu
gestehen. „Der Schatz der weißen Falken“ dagegen ist
eine klassische Abenteuergeschichte um Heldentum, Treue und Mut.
Gutscheine gibt es, solange der Vorrat reicht, beim Bauverein zu Lünen,
Tel. 02306 - 20 211 0; der Contzen Print GmbH, Tel. 02306 - 20 26 000;
der Specto GmbH, Tel. 02306 - 20 3000 und der WBG Lünen, Tel. 02306
- 70060. Für Lehrer ist der Eintritt frei.
Für Schüler, die das Cineworld Lünen nicht fußläufig
erreichen können, stellt die VKU kostenfreie Bustransporte zur Verfügung.
Informationen und Buchungen direkt bei der VKU unter Tel. 02306 – 2
02 26 11 (Herr Greif).
Das Kinofest Lünen findet vom 10. bis 13. November im Lüner
Cineworld statt.
Gefördert wird es von der Filmstiftung NRW sowie den Premiumsponsoren
Stadt Lünen und Sparkasse Lünen sowie von den Großsponsoren
Remondis, Stadtwerke Lünen, WDR und Ruhr Nachrichten.
Rolf Lassgård spielt seit Jahren den knorrigen Kommissar Wallander
in den Mankell-Verfilmungen - jetzt kommt der schwedische Schauspieler
nach Lünen, begleitet von Regisseur Birger Larsen.
Beide werden bei der Vorabpremiere am 12. 11. 2005, um 21 h in der Cineworld
Lünen.
Am gleichen Tag, um 19,45 h, läuft der Dokumentarfilm "Storytelling
Man-Spurensuche mit Henning Mankell", in dem der Filmemacher David
Spaeth über die Arbeit des Autors in Afrika erzählt.